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Lokales Stadt schlägt Alarm: Pegel der Elbe sinkt weiter
Dresden Lokales Stadt schlägt Alarm: Pegel der Elbe sinkt weiter
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08:59 18.05.2018
Der Blick durch einen Bogen der Marienbrücke zeigt, mehr Schotter als Wasser vor der Silhouette der Stadt. Quelle: Dietrich Flechtner
Dresden

 Der Pegel der Elbe ist weiter im Sinkflug. Aktuell steht der Pegel bei 84 Zentimetern. Inzwischen zeigt sich auch die Stadt Dresden alarmiert: „Eigentlich sollte die Elbe im März und April voll mit Schmelzwasser sein. Denn das sind normalerweise die Monate, in denen der Pegel am höchsten steht. In diesem Jahr liegt er jedoch bereits jetzt deutlich unter seiner durchschnittlichen Höhe von 175 Zentimetern“, erklärt Gewässerexperte Thomas Jakob vom Umweltamt. Für ihn ist die Sache klar: kaum Schnee, kaum Schmelzwasser, kaum Wasser in der Elbe.

Niedrigwasserperioden können Jahre dauern

Denn diese ist ein sogenannter Schnee-Regen-Fluss. Das erklärt auch die schwankenden Pegelstände übers Jahr. Gibt es im Winter viel Schnee, der im Frühjahr schmilzt oder beschert uns das Wetter einen verregneten Sommer, dann führt die Elbe viel Wasser. Gibt es jedoch – wie im letzten Winter – sehr wenig Schnee, ist der Pegel bereits im Frühjahr sehr niedrig. Im Sommer kommt dann selten mehr Wasser hinzu und auch der Herbst ist nicht sehr niederschlagsreich. „So entstehen Niedrigwasserperioden, die im ungünstigen Fall sogar Jahre anhalten können“, erklärt die Dresdner Stadtverwaltung. Das mag alles selbsterklärend klingen, ist aber nicht bei jedem Fluss der Fall. So wird beispielsweise der Rhein mit Wasser vom Gletscher gespeist.

Trend scheint sich zu manifestieren

Der letzte Hochwasseralarm wurde im Juni 2015 ausgerufen, als die Elbe 4,5 Meter hoch Wasser führte. Seitdem sind die typischen Frühjahrshochwasser ausgeblieben. Zwar sollen die Stauanlagen der Moldau-Kaskade in Tschechien diese Trockenheit ausgleichen und Wasser abgeben, doch auch dort scheitert es an genügend Schmelzwasser. „Nach den Niedrigwasserperioden in den Sommern 2003 und 2015 scheint sich hier ein Trend zu manifestieren. Das tschechische Hydrometeorologische Institut spricht auch für den aktuellen Monat Mai von einer extremen Trockenheit“, sagt die Stadt.

Nur sanfter Landregen kann helfen

Zwar seien für die nächsten Tage örtliche Gewitter und Starkregen angesagt, das reiche aber für die Elbe nicht. „Nur ein langanhaltender, großflächiger und sanfter Landregen könnte die Situation jetzt entschärfen“, blickt die Stadtverwaltung sorgenvoll in die Zukunft.

Die Dampfschifffahrt lässt sich von den Zahlen noch nicht beunruhigen. Dort spricht man erst ab 71 Zentimetern von Niedrigwasser. Für die Riverboatshuffle am Wochenende besteht also weiterhin keine Gefahr.

Von lml

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