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Lokales Sprechchöre und 20-Meter-Banner: Linke protestieren gegen EU-Asylpolitik
Dresden Lokales Sprechchöre und 20-Meter-Banner: Linke protestieren gegen EU-Asylpolitik
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16:52 07.03.2020
Unter dem Motto "Solidarität verteidigen! Festung Europa angreifen!" demonstrierten rund 100 Menschen gegen die EU-Asyl-Politik. Quelle: Tanja Tröger
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Dresden

Ertrunken, nachdem das Boot vor Malta kenterte. Verstorben, weil medizinische Hilfe verweigert wurde. Als blinder Passagier in einem Lastwagen erstickt. Verdurstet, nachdem der Bootsmotor im Mittelmeer kaputt ging. Zehntausende solcher schockierender Flüchtlings-Schicksale seit den 1990er Jahren bis heute präsentierten Demonstranten am Sonnabend inmitten von Dresdens Konsummeile Nr. 1, der Prager Straße. Quer über den Boulevard hatten sie ein 20 Meter langes Banner gespannt, auf dem ihre Forderung an die Europäische Union zu lesen war: „Beendet das Morden an den Grenzen!“

Unter dem Motto „Festung Europa angreifen“ protestierten rund 100 überwiegend junge Teilnehmer gegen „das menschenverachtende Handeln der EU an ihren Außengrenzen“. Vor allem die aktuelle Situation an der griechisch-türkischen Grenze verurteilten sie: „Griechisches Militär und Frontex schießen […] mit Tränengas, Blendgranaten und scharfen Waffen auf Schutzsuchende.“ Doch statt dem unmenschlichen Tun Einhalt zu gebieten, hofiere die EU den Diktator Erdogan, so die Organisatoren von der „Undogmatischen Radikalen Antifa“ (URA) Dresden.

Hilfe für alle Schutzsuchenden

Die Demo-Teilnehmer forderten daher, ausnahmslos allen Menschen zu helfen, die Schutz bedürfen. Mit lauten Sprechchören wie „Grenzen auf überall – Stacheldraht zu Altmetall!“ und „In die Mauer eine Lücke – nach Europa eine Brücke!“ versuchten sie, auf ihr Anliegen aufmerksam zu machen. Nicht wenige Passanten quittierten das mit verächtlichen oder beleidigenden Kommentaren.

Von ttr

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