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Lokales Sport frei: Plauen sagt Ja zum Südpark mit Sportplatz
Dresden Lokales Sport frei: Plauen sagt Ja zum Südpark mit Sportplatz
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16:12 13.11.2019
Im Dresdner Südpark ist viel Platz – auch für einen Sportplatz. Quelle: Anja Schneider
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Dresden

Der Beschluss ist nicht bindend, aber richtungsweisend: Nach langer Debatte haben sich die Mitglieder des Stadtbezirksbeirats Plauen am Dienstagabend geschlossen für den von der Verwaltung präsentierten Bebauungsplan für den Südpark und den dort geplanten Sportplatz ausgesprochen. Bis zuletzt hatten allen voran noch Grüne und Linke Bedenken gegen die Anlagefür den Vereinssport im neuen Landschaftspark geäußert. Am Ende der eigens zum Südpark angesetzten Sondersitzung des Stadtbezirksbeirats stand nun aber ein Kompromiss, mit dem die Plauener Räte die Verwaltung allerdings auch in die Pflicht nehmen.

Der Bebauungsplan, der faktisch die Grundlage für die Entwicklung des etwa 37 Hektar großen Landschaftsparks mit vielen Möglichkeiten für Freizeit und Erholung zwischen Nöthnitzer Straße und Kohlenstraße im Dresdner Süden bildet, war in weiten Teilen wenig umstritten. Als großer Knackpunkt hatte sich lediglich die Absicht zur Errichtung einer Sportanlage für den Vereinssport herausgestellt. Anwohner hatten Bedenken wegen Lärm angemeldet. Als kritisch gesehen wurde zugleich die Versiegelung von Flächen. Schon einmal hatte das Gremium in Plauen – damals noch als Ortsbeirat – deshalb mehrheitlich gegen das Ansinnen gestimmt.

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Sportanlage in einem Park „wesensfremd“?

Bedenken, die so in Teilen des Rats auch weiterhin bestehen. Als „wesensfremd“ bezeichnete Stadtbezirksbeirat Xaver Seitz (Grüne) am Dienstagabend eine Sportanlage in einem Park. Trotzdem stimmten Grüne und Linke mit zu – nachdem der Rat zuvor der Verwaltung noch einen Ergänzungsantrag mitgegeben hatte. Vertreter von SPD, CDU, FDP und AfD hatten bereits in der Debatte ihre Zustimmung signalisiert.

Was die Skeptiker durchaus honorierten, ist die Tatsache, dass die Stadt die dringend benötigte Anlage am Rand des Parks anordnen will. Als Fläche ist der Bereich am oberen Ende des Hangs direkt neben den Gebäuden der Agrarsystemtechnik der Technischen Hochschule an der Südhöhe vorgesehen. Außerdem hatte die Verwaltung mehrfach erklärt, dass die Anlage nicht nur für den Vereinssport gedacht ist, sondern auch für Freizeitsportler offen stehen soll.

So sieht der Entwurf für den Südpark aus: Der Sportplatz soll auf einem Teil der pinkfarbenen Fläche entstehen. Die dunkelgrünen Felder zeigen, wo Wald vorgesehen ist, die hellgrünen Bereiche markieren Flächen, die weiterhin für die Landwirtschaft genutzt werden sollen. In den mittelgrünen Gebieten ist Wiese angedacht, auf der verschiedene Freizeit- und Erholungsmöglichkeiten angeboten werden sollen. Dazu zählen unter anderem ein Grillplatz, Urban Gardening oder Fitnessangebote. Direkt neben dem Vereinssportplatz könnte zudem das Pinguincafé – das einst im Zoo stand – wiederaufgebaut werden. Quelle: Stadtverwaltung

Vor allem zweiter Punkt war es am Ende, der die Skeptiker überzeugte. „Die öffentliche Nutzung ist ein Kompromiss, der es uns möglich macht, den Bebauungsplan mitzutragen“, erklärte Xaver Seitz. Zuvor hatten Vertreter der Stadtverwaltung unter anderem auf einen Platzwart verwiesen, der täglich von 8 bis 22 Uhr vor Ort sein werde – und der es ermöglichen soll, dass in den Zeiten, wenn kein Vereinstraining im Plan steht, auch Freizeitsportler die Anlage nutzen können.

Gänzlich grenzenlos ist das Vertrauen der Stadtbezirksbeiräte in die Verwaltung freilich nicht. Bevor das Gremium geschlossen für den Bebauungsplan stimmte, votierten die anwesenden Mitglieder ebenso einstimmig für einen Ergänzungsantrag, den Grüne, Linke und SPD gemeinsam eingebracht hatten und der die Stadt dazu auffordert, dass die öffentliche Nutzung durch „geeignete Maßnahmen“ sicherzustellen ist.

Möglichkeit zur öffentlichen Nutzung „außerordentlich bedeutsam“

„Für uns war es wichtig zu betonen, dass diese Sportanlage nicht nur dem vereins- und vereinsungebundenen Sport vorbehalten, sondern ebenso für eine breite Öffentlichkeit zugänglich ist“, erklärte Grünen-Stadtbezirksbeirat Jens Georgi. Auch für Kristin Dänhardt von den Linken ist die Möglichkeit zur öffentlichen Nutzung „außerordentlich bedeutsam“, wie sie betont. „Im Rahmen des zu erstellenden Nutzungskonzeptes ist künftig darauf zu achten, dass neben der Vereinsnutzung ausreichend Nutzungszeiten für die Allgemeinheit zur Verfügung stehen“, so ihre Forderung in Richtung Rathaus.

Während der Sondersitzung hatten auch Vertreter vom USV TU Dresden, der avisierte Hauptnutzer der geplanten Sportfläche, noch einmal um Zustimmung geworben. Seit 2010 stehen die Fußballer ohne eigenen Sportplatz da, nachdem die alte Anlage an der Nöthnitzer Straße gesperrt worden war. Inzwischen absolvieren die Kicker vom USV ihre Trainings und Punktspiele auf einem fremden Platz im Ostragehege.

Letztes Wort hat der Bauausschuss

Vonseiten der Verwaltung kam zudem der Hinweis, dass der Bereich mit der Sportanlage lediglich vier Prozent der Gesamtfläche im Südpark ausmache. Und auch davon werde nur ein Teil versiegelt. Eine Sportanlage in einem Park sei auch nicht wesensfremd – wie das Beispiel im Waldpark mit den Tennisplätzen zeige.

Der Beschluss des Plauener Stadtbezirksbeirats hat nur empfehlenden Charakter. Das letzte Wort über die Billigung und Auslage des Entwurfs hat Ende November der Bauausschuss. Gleichwohl kann die Entscheidung in Plauen als Fingerzeig auf die dortige Abstimmung gewertet werden. Stadtbezirksrätin Dana Frohwieser, zugleich Vorsitzende der SPD-Fraktion im Stadtrat, zeigte sich nach dem klaren Votum in Plauen zuversichtlich, „dass jetzt auch die Umsetzung zügig und breit unterstützt erfolgt.“

Von Sebastian Kositz

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