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Lokales So will Dresden das Chaos mit den E-Rollern verhindern
Dresden Lokales So will Dresden das Chaos mit den E-Rollern verhindern
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18:22 16.05.2019
Symbolbild. Quelle: Archiv/Nicolas Armer/dpa
Dresden

In vielen Städten Europas gehören die Stehroller mit Elektroantrieb be­reits zum Alltag – in Kürze könnten die Flitzer auch durch Dresden rollen. Die Roller, das wissen die Verantwortlichen im Rathaus, können einerseits ein wichtiger Baustein sein, um mehr Menschen zum Stehenlassen des Au­tos zu bewegen. Aber, so zeigen es die Er­fahrungen anderswo, sorgt die neue Form der Mobilität auch für Probleme. Ge­nau die will die Stadt vermeiden.

Die Probleme: Sicherheit und zugestellte Wege

Bis zu 20 Stundenkilometer sollen die Roller schnell sein dürfen – zu schnell für Fußgänger und viele Radler. Deshalb sollen sie gar nicht erst auf Fußwegen erlaubt sein. Auf Radwegen werden die Roller aber fahren dürfen. Kritiker be­fürchten dennoch auch Konflikte mit Fußgängern – so wie es die bereits mit Radfahrern gibt. Zudem könnten abgestellte oder liegengebliebene Roller von Flotten großer Leih-Anbieter Gehwege blockieren oder das Stadtbild verschandeln.

Die Idee: Freiwillige Vereinbarungen mit den Anbietern

Die Stadt hat bei den Leih-Anbietern keine Handhabe, kann das Geschäft nicht verbieten und darf ihnen auch nicht reinreden. Deshalb setzt Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (Grüne) auf freiwillige Vereinbarungen mit den Anbietern. Sechs Un­­ternehmen haben inzwischen Interesse angemeldet, Flotten in Dresden aufzubauen. Mit allen laufen bereits Gespräche.

Die Forderungen: Rote Zonen und Temporegulierung

Die Stadt will die Anbieter unter anderem vertraglich verpflichten, dass sie E-Roller grundsätzlich nur an über 18-Jährige vermieten und „rote Zonen“ festgelegt werden, in denen keine Roller abgestellt werden sollten – etwa am Theaterplatz oder Neumarkt. Der Bordcomputer soll in sensiblen Bereichen wie der Prager Straße oder der Hauptstraße das Tempo auf sechs Kilometer pro Stunde drosseln. Geregelt werden soll so auch, dass nicht zu viele Roller an einem Standpunkt gleichzeitig stehen, defekte Fahrzeuge nicht in der Gegend herumliegen oder auf den Gehwegen grundsätzlich eine Mindestbreite von zwei Metern für Fußgänger gewährleistet bleibt. Im Gegenzug will die Stadt die Anbieter mit in ihre Mobilitätskampagnen miteinbinden oder Daten über die verschiedenen Stadtteile liefern, mit denen dort der tatsächliche Bedarf der Roller leichter zu ermitteln ist.

Private Rollereigentümer erreicht die Stadt damit aber nicht – und auch die Problematik mit den Radwegen ist so nicht gelöst. Mit umso mehr Nachdruck müsse der Ausbau des Netzes daher vorangetrieben werden, betont Ra­oul Schmidt-Lamontain. Die Stadt sei dran, müsse aber noch schneller werden, so der Baubürgermeister. Darüber hinaus appelliert er an die Einhaltung der Verkehrsregeln – die dann auch für E-Roller-Fahrer gelten.

Von Sebastian Kositz

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