Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Lokales So will Dresden Vorreiter für Digitale Gesundheit werden
Dresden Lokales So will Dresden Vorreiter für Digitale Gesundheit werden
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
08:50 06.09.2019
Stefanie Speidel demonstriert ein robotergestütztes Assistenzsystem für Operationen. Die Brille sowie der Roboterarm befinden sich noch im Forschungsstadium. Quelle: Dietrich Flechtner
Dresden

Dresden hat sich als Wissenschaftsstandort einen weiteren dicken Fisch geangelt: Nachdem die Technische Universität Dresden den Titel der Exzellenz-Uni verteidigte, hat sich die Stadt in einem weiteren Wettbewerb durchgesetzt und bekommt ein neues Forschungszentrum.

Verbindung zwischen Hochtechnologie und Medizin

Der Vertrag für das künftige „Else-Kröner-Fresenius-Zentrum für Digitale Gesundheit Dresden“ wurde am Mittwoch unterzeichnet. Dieses Zentrum wird in den kommenden zehn Jahren von der Dresdner Hochschulmedizin gemeinsam mit der Fakultät Elektrotechnik und Informationstechnik sowie Informatik und außeruniversitären Partnern aufgebaut. Die namensgebende Else-Kröner-Fresenius-Stiftung macht für diesen Zeitraum 40 Millionen Euro locker.

Damit soll eine Verbindung zwischen Hochtechnologie und Medizin geschaffen werden. Robotik, Sensorik, künstliche Intelligenz. All diese und weitere Disziplinen sollen hier weiter erforscht werden – zum Wohle des Patienten. „Der hauptsächliche Zweck des neuen Zentrums liegt für mich darin, neueste Diagnose- und Therapieverfahren gemeinsam von Medizinern und Technikwissenschaftlerin zu entwickeln und frühzeitig nutzbar werden zu lassen. So können sie möglichst schnell am Patienten direkt angewendet werden und damit die Gesundheitsversorgung entscheidend verbessern“, sagt Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange im Rahmen der gestrigen Vertragsunterzeichnung.

Roboter als Teil des Operationsteams

All das klingt sehr theoretisch – und ist es auch. Wie das Ganze in den nächsten zehn Jahren praktisch aussehen könnte, zeigt eine Demonstration von Informatikern Stefanie Speidel. Sie entwickelt am Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen Dresden (NCT/UCC) neue Methoden der künstlichen Intelligenz. Dazu gehören unter anderem Roboterarme, die den Chirurgen während der Operation unterstützen. So werden dem Operateur beispielsweise durch die Brille im Sichtfeld zusätzliche Informationen zum jeweiligen Organ oder Prozess angezeigt – auch bekannt als Augmented Reality, erweiterte Realität. Mit diesen Techniken sollen Chirurgen bei minimal-invasiven Operationen im Bauchraum Lage und Beschaffenheit eines Tumors besser erkennen und zielgerichteter behandeln können.

In diesem Video sehen Sie, wie das Operieren mit der Brille aussehen könnte. Der Operateur bekommt zusätzliche Infos quasi live vor die Linse. Noch ist das Ganze sehr wackelig, da die Technik der Kopfbewegung des Nutzers noch etwas hinterher ist und die Sensoren noch nicht so genau arbeiten, erklärt Sebastian Bodenstedt vom NCT/UCC. An Verbesserungen werde derzeit geforscht.

Starten soll das Projekt mit fünf Professoren, die jeweils ein Team mitbringen. Diese werden dauerhaft berufen und es soll auch ein Gebäude auf dem Gelände des Uniklinikums entstehen, sagt TU-Rektor Hans Müller-Steinhagen. Somit soll das Projekt Digitale Gesundheit auch nach Ende der Förderung in zehn Jahren fortgesetzt werden.

Dieses Video zeigt die zukünftige Arbeit mit der computer- und robotergestützten Navigation. In diesem Beispiel wird eine 3D-Karte von einem Modellpatienten gezeigt, welche aus Schichtbildern der Computertomographie zusammengestellt wird. Dadurch können beim Einführen des Roboterarms auf der Karte zusätzliche Informationen, wie die Lage der Gefäße und des Tumors, auf einem Bildschirm im OP angezeigt werden.

Von Lisa-Marie Leuteritz

Der Stadtrat will noch mehr Menschen für den Nahverkehr begeistern. DVB-Chefplaner Andreas Hoppe erklärt, was es dafür braucht. Er will weniger Autos in der Innenstadt – und bringt eine ganz neue Straßenbahnlinie ins Spiel.

06.09.2019

Lieber Dialog statt „Belehrungstheater“: In der 25. Spielzeit bietet der Theaterkahn ein vielfältiges Programm – und bekommt eine neue Dependance in der Busmannkapelle. Auch an der Klimaneutralität der „Schwimmobilie“ auf der Elbe wird gearbeitet.

06.09.2019

Ein Foto zeigt sächsische Hooligans bei der Europameisterschaft 2016 in Frankreich. Mit auf dem Bild: Ein damaliger Mitarbeiter aus dem sächsischen Finanzministerium. Zumindest für seinen bisherigen Dienstherrn hat sich die brisante Angelegenheit jetzt erledigt.

05.09.2019