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Lokales Die Zukunft des Sachsenbades entscheidet sich zum Jahresende
Dresden Lokales Die Zukunft des Sachsenbades entscheidet sich zum Jahresende
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09:44 21.05.2019
Bad zu verkaufen: Drei Investoren interessieren sich für das Sachsenbad. Quelle: Dietrich Flechtner
Dresden

Die Zukunft des Sachsenbades soll bis zum Jahresende feststehen. Die Stadtverwaltung hatte mit einer Konzeptausschreibung Investoren für das mehr als 20 Jahre leerstehende, denkmalgeschützte Gebäude gesucht. Drei Interessenten haben sich gemeldet. Diese haben nun drei Monate Zeit, ihre Konzepte zu verfeinern. Dann wird die Verwaltung einen Favoriten bestimmen und dem Stadtrat den Verkauf vorschlagen.

Nach DNN-Informationen erfüllen zwei Anbieter die Voraussetzung der Ausschreibung. Ein weiterer Bieter will dagegen zwar die Wasserflächen im Sachsenbad erhalten, aber dafür von der Stadt Pacht kassieren. In der Ausschreibung ist aber eindeutig geregelt, dass der Betrieb des Sachsenbades ohne öffentliche Zuschüsse erfolgen muss.

Der zweite Bieter will das Sachsenbad in ein Wellnessbad mit hochwertigen Angeboten im Bereich Spa verwandeln und dafür rund zehn Millionen Euro investieren. Dieser Anbieter kommt nach DNN-Informationen aus der Hotelbranche und hat Erfahrungen mit dem Betrieb von Wellnessabgeboten.

Denkmalschutz ohne Bedenken

Der dritte Bieter plant mit einem Sachsenbad ohne Wasserfläche. Er will einen Wellnessbereich, ein Restaurant und einen sogenannten Coworking Space mit flexiblen Büroflächen im Sachsenbad etablieren. Auch dieser Investor rechnet mit rund zehn Millionen Euro Investitionskosten und verfügt über Erfahrungen mit dem Betrieb von modernen Bürogebäuden.

Die Stadtverwaltung war von einer Investitionssumme in Höhe von rund 20 Millionen Euro für das Sachsenbad ausgegangen. Sollte der Stadtrat Ende des Jahres einem der Bieter den Zuschlag erteilen, werden sich die Hoffnungen einer Bürgerinitiative nicht erfüllen, dass das Sachsenbad wieder als öffentliche Schwimmfläche genutzt werden kann. Dafür könnte auf absehbare Zeit wieder Leben in das Gebäude einziehen. Der Denkmalschutz soll keine Bedenken gegen die angebotenen Varianten geäußert haben.

CDU-Stradtrat Veit Böhm fordert Unterstützung für Motor Mickten. Quelle: Uwe Hofmann

CDU-Stadtrat Veit Böhm wies gegenüber DNN darauf hin, dass die Konzeptausschreibung auf Initiative der CDU erfolgt sei. „Wir haben gesehen, wie schwierig es ist, einen Interessenten zu finden. Es dürfte auch klar sein, dass es die Schwimmhalle Sachsenbad nicht mehr geben wird.“ Umso wichtiger sei es deshalb für die Kommunalpolitik, privates Engagement für eine Schwimmhalle in Pieschen zu unterstützen, so Böhm.

Nach der aktuellen Steuerprognose und den Erklärungen von Finanzbürgermeister Peter Lames (SPD) sei klar, dass weder Stadt noch städtische Unternehmen in absehbarer Zeit ein Schwimmbad in Pieschen errichten könnten. Der Verein Motor Mickten will aber auf einem Gelände an der Harkortstraße einen Sportkomplex mit Schwimmhalle entwickeln. „Es wird eine der wichtigsten Aufgaben für den neuen Stadtrat neben Flutschutz und ÖPNV, das Engagement des Vereins zu fördern“, erklärte Böhm.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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