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Lokales So soll es am Ferdinandplatz weitergehen
Dresden Lokales So soll es am Ferdinandplatz weitergehen
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16:47 27.08.2019
Wo jetzt noch Autos parken, soll der Rathausneubau entstehen. Quelle: Anja Schneider
Dresden

Die Stadtverwaltung hat ihr wichtigstes Vorhaben gestoppt: „Die Landeshauptstadt Dresden hat das Vergabeverfahren für den Verwaltungsneubau auf dem Ferdinandplatz vorläufig angehalten“, bestätigte Stadtsprecher Kai Schulz am Dienstag einen DNN-Bericht. „Grund dafür sind denkmalschutzrechtliche Fragen, die wir derzeit konstruktiv mit den zuständigen Behörden klären.“

„Wir sind in enger Abstimmung mit dem Landesamt für Denkmalpflege“, erklärte Doris Oser, persönliche Referentin von Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (Bündnis 90/Die Grünen), der sich gegenwärtig im Urlaub befindet. Das Ergebnis der Gespräche werde in den Bebauungsplan für den Ferdinandplatz und in die Vergabeunterlagen einfließen, kündigte sie an. Die Stadtverwaltung strebe ein gutes Einvernehmen mit der Denkmalschutzbehörde an.

Technisches Rathaus muss 2025 in Betrieb gehen

Über zeitliche Verzögerungen bei dem Neubau für 1400 Verwaltungsmitarbeiter sei ihr nichts bekannt, so Oser. Das neue Technische Rathaus auf dem Ferdinandplatz muss 2025 in Betrieb gehen. Ursache für die Einwände der Denkmalpfleger ist der geplante Hochpunkt. Der Stadtrat hatte einem 43 Meter hohen Turm zugestimmt. Die Denkmalschützer wollen, das der Neubau sich am 38,60 Meter hohen Neuen Rathaus orientiert.

„Wir unterstützen die Position der Denkmalpflege“, erklärte Torsten Kulke, Vorsitzender der Gesellschaft Historischer Neumarkt Dresden. „Sollte die Stadt an ihrer Position festhalten, müssen wir über ein Bürgerbegehren zum Schutz der Dresdner Silhouette nachdenken.“

"38,60 Meter und Schluss“

Tilo Wirtz, Bauexperte der Stadtratsfraktion Die Linke, sieht sich in seiner Position bestätigt. Er hatte stets vehement gegen einen Hochpunkt am Ferdinandplatz plädiert. Ursprünglich hatte die Verwaltung sogar einen 60 Meter hohen Turm geplant. „Dann wurde wie beim Fleischer diskutiert: Darf ich das so lassen?“, meint Wirtz. Aus seiner Sicht gebe es keine architektonische Begründung für einen Hochpunkt am Ferdinandplatz. „Das war früher der tiefste Punkt der Stadt, hier verlief der Stadtgraben. Da dürfen wir nicht in die Höhe gehen. 38,60 Meter und Schluss“, findet der Linke-Politiker.

Holger Zastrow, Vorsitzender der FDP-Fraktion, widerspricht: „Wieder einmal stehen sich Behörden gegenseitig auf den Füßen und verhindern nicht nur ein wichtiges Bauvorhaben, sondern auch die Umsetzung eines demokratisch getroffenen Beschlusses.“ Die Höhe des Turms sei intensiv untersucht worden, es habe ebenso intensive Debatten in den Fachgremien und im Stadtrat gegeben. „Ich befürchte angesichts der Abläufe, dass wir weder zu moderner Architektur kommen noch wichtige Neubauprojekte überhaupt realisieren können.“

Von Thomas Baumann-Hartwig

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