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Lokales So soll das erste Carbonhaus in Dresden aussehen
Dresden Lokales So soll das erste Carbonhaus in Dresden aussehen
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10:40 07.11.2019
Das Institut für Massivbau der TU Dresden will in Dresden das erste Haus in Carbonbetonbauweise errichten lassen. Quelle: Institut für Massivbau der TU Dresden
Dresden

Jetzt wird es ernst: Die Baustoffforscher vom Institut für Massivbau der TU Dresden haben den Auftrag für das erste Haus aus Carbonbeton ausgeschrieben. Nun läuft die Frist für interessierte Firmen zur Abgabe von Angeboten.

Das Demonstratorbauwerk in Carbonbetonbauweise soll auf dem kleinen Versuchs- und Forschungsgelände zwischen Fritz-Foerster-Platz, Zelleschem Weg und Hochschulstraße entstehen. Die Auftraggeber planen ein Gebäude aus zwei doppelt gekrümmten Schalen (Twist). Dabei soll es sich um einen zweigeschossigen Baukörper aus Fertig- und Halbfertigteilen und der Stahlkonstruktion mit Glasfassade handeln.

In Dresden soll ein Haus aus Carbonbeton entstehen. Das Institut für Massivbau der TU Dresden will dafür demnächst den Auftrag vergeben.

Leichter und mit weniger Beton

Das Gebäude verfügt nach den Vorstellungen des Instituts über eine Gesamtfläche von etwa 220 Quadratmetern und besitzt unter anderem einen Präsentationsraum für ca. 20 Personen, Labor- und Testräume sowie sanitäre Einrichtungen und Technikräume. Das Gebäude diene der Erprobung der neuartigen Bauweise mit Carbonbeton. Alle Betonbauteile würden in Carbonbeton ausgeführt.

Das Institut führt dazu einen dreistufigen Vergabeprozess als Verhandlungsverfahren durch. Während des Verfahrens könnten die Bieter mit dem Auftraggeber die bestmögliche Ausführungslösung entwickeln. Der Bau soll von Anfang März bis Ende Dezember 2020 realisiert werden. Bis 25. November können Firmen ihre Angebot einreichen.

Um den Stahl im Beton vor Korrosion zu schützen, ist eine dicke Betonschicht erforderlich. Bauelemente aus Carbonbeton sind deutlich schmaler und verbrauchen weniger Material. Quelle: TUD/filmaton.tv

Bei der Carbonbauweise werden Stahlelemente aus dem herkömmlichen Stahlbeton durch Carbongitter ersetzt. Dadurch kann insgesamt leichter und mit weniger Betoneinsatz gebaut werden. Das führt unter anderem zu weniger Energieverbrauch und geringerem Kohlendioxidfreisetzung in der Zementproduktion.

Von Ingolf Pleil

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