So soll Dresdens Steinwüste Postplatz grüner werden
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Dresden Lokales So soll Dresdens Steinwüste Postplatz grüner werden
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19:23 03.04.2020
Grüne Oase statt Steinwüste: So stellen sich die Planer den Postplatz vor.
Grüne Oase statt Steinwüste: So stellen sich die Planer den Postplatz vor. Quelle: plancontext
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Dresden

Frisches Grün für die Steinwüste Postplatz: Ab Montag beginnen die Arbeiten am westlichen Promenadenring, kündigte die Stadtverwaltung an. Zunächst aber werden die mittlerweile desolaten Holzbeete abgerissen. Die sechs Hochbeete waren 2009 als Provisorium aufgestellt worden. Manche Provisorien haben in Dresden ein langes Leben.

Erträglicheres Stadtklima in Hitzeperioden

Die langfristige Lösung sieht vier große Pflanzbeete mit integrierten Bänken und langer Lebensdauer vor. Die neuen Beete sollen mit attraktiven Gehölzen und Stauden bepflanzt werden, verspricht die Stadtverwaltung. Damit soll der Postplatz einladender und das Stadtklima in Hitzeperioden erträglicher werden. Anfang August soll alles fertig sein.

Visualisierungen – Die Pläne für den Promenadenring

Granit statt Wasser, Verzicht auf einen Neubau und Verpflanzung von 24 Linden: Das sind die Kernpunkte für den westlichen Promenadenring, der in den Jahren 2018 bis 2020 errichtet werden soll. Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen (Bündnis 90/Die Grünen) hat jetzt die Planungen vorgelegt.

Eine halbe Million Euro Baukosten

Die Baukosten belaufen sich auf eine stolze halbe Million Euro. Neben städtischen Geldern fließen auch Fördermittel aus dem Programm „Stadtumbau Ost, Westlicher Innenstadtrand“. Der Promenadenring wird nach einem Entwurf des Landschaftsarchitekturbüros plancontext aus Berlin errichtet, das 2016 Sieger in einem Wettbewerbsverfahren war.

Planungsleitbild historische Innenstadt

Die Anlage des Promenadenrings rund um die historische Altstadt hatte der Stadtrat 2008 im Planungsleitbild Innenstadt als strategisches Ziel definiert. Damit soll an die historischen Festungsanlagen erinnert werden. Gleichzeitig sollen neue Aufenthaltsbereiche, Grünflächen und Promenaden entstehen.

Kompromiss für Riesenrad in letzter Sekunde

Der Bauabschnitt auf dem Postplatz war zuletzt umstritten, weil die Pflanzbeete so angeordnet werden, dass das Riesenrad zum Stadtfest nicht an seinem angestammten Platz aufgebaut werden kann. Ein Kompromiss mit dem Staatsschauspiel rettete die Attraktion für das Stadtfest: Für die Aufbauarbeiten können Anlieferflächen des Schauspielhauses, das am Stadtfestwochenende im August Spielpause hat, genutzt werden. In diesem Jahr könnte das Riesenrad wegen der Bauarbeiten auf der westlichen Seite des Postplatzes aufgestellt werden – am früheren Standort der Panzerkette.

Weiterlesen: Kompromiss rettet das Riesenrad auf dem Dresdner Postplatz

Postplatz behält Charakter als Sondernutzungsfläche

Auch die Veranstaltung „Hüttenzauber“ in den Wintermonaten wird weiter auf dem Postplatz stattfinden, kündigte die Verwaltung jetzt gegenüber CDU-Stadtrat Steffen Kaden an. Der Postplatz werde trotz der Begrünung seinen Charakter als Sondernutzungsfläche behalten, hieß es aus dem Rathaus.

Von Thomas Baumann-Hartwig