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Lokales So sieht es nach der Pleite von Thomas Cook in Dresden aus
Dresden Lokales So sieht es nach der Pleite von Thomas Cook in Dresden aus
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17:25 23.09.2019
Regulär geöffnet, aber leer: Die Filiale von Thomas Cook in der Altmarkt Galerie. Quelle: Dietrich Flechtner
Dresden

Der britische Reisekonzern Thomas Cook ist pleite. Die Deutsche Tochtergesellschaft Thomas Cook GmbH betreibt in Dresden sechs Reisebüros mit 21 Beschäftigten und zwei Auszubildenden. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wussten am Montagvormittag noch nicht, was auf sie zukommt. „Ich habe gerade erst das Büro geöffnet. Wir fahren die Computer hoch, vor der Tür steht nicht ein Kunde“, erklärte eine Mitarbeiterin eines Reisebüros gelassen.

Die Filiale in der Altmarkt Galerie war am Montagvormittag verwaist. Keine Kunden weit und breit, nur zwei Mitarbeiterinnen saßen vor den Computern. „Wir dürfen keine Auskünfte geben und haben auch anderes zu tun“, erklärte eine Mitarbeiterin eines anderen Reisebüros. Sie müsse Kunden beraten, statt mit der Presse zu sprechen.

„Die Abwicklung wird doch jetzt zentral gesteuert“, erklärte eine andere Thomas-Cook-Mitarbeiterin aus Dresden, „die Kunden werden per Kurznachricht oder E-Mail informiert.“ Für weitere Informationen verwiesen alle Dresdner Mitarbeiterinnen an die Firmenzentrale in Oberursel. „Wir wissen doch selbst nicht, wie es weitergeht“, bat eine Mitarbeiterin um Verständnis.

Condor fliegt nicht ab Dresden Klotzsche

Die Zentrale teilte auf ihrer Internetseite mit, dass jeglicher Verkauf von Reisen gestoppt sei. Man lote derzeit letzte Optionen aus. Sollten diese scheitern, müsse für die Thomas Cook GmbH und weitere Gesellschaften Insolvenzantrag gestellt werden. Die Gäste mit Abreisedatum 23. und 24. September würden baldmöglichst kontaktiert und sollten bitte davon absehen, selbst in den CallCentern anzurufen.

Der Flughafen Dresden-Klotzsche ist von der Pleite des Konzerns nicht betroffen. Die konzerneigene Fluggesellschaft Condor ist in Dresden nicht präsent. „Ob jetzt Gäste, die bei Thomas Cook gebucht haben und mit einer anderen Airline transportiert werden sollen, ihre Reise nicht antreten können, lässt sich für uns nicht herausfinden“, erklärte ein Sprecher der Mitteldeutschen Airport Holding. Am Flughafen Leipzig starte und lande die Condor nach wie vor. „Die Flüge gehen planmäßig raus und kommen rein.“

Auf Facebook berichtete ein Dresdner, dass am Montagmorgen mehrere Reisende aus der Maschine nach Mallorca geholt worden seien. Es handelte sich um einen Eurowings-Flug. Nach DNN-Informationen soll es sich um rund 30 Reisende gehandelt haben, die bei Thomas Cook ihren Urlaub auf der Balearen-Insel gebucht hatten. Eurowings teilte mit, dass die Kunden von Thomas Cook bei Flügen ab Deutschland nicht mehr mitgenommen werden würden. Rückflüge vom Urlaubsort nach Dresden würden dagegen planmäßig stattfinden.

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