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Lokales So schützen sich die Dresdner am besten vor der Sonne
Dresden Lokales So schützen sich die Dresdner am besten vor der Sonne
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17:46 25.06.2019
Die Sonne sorgt nicht nur für Hitzefrei und Bikinistreifen, sie kann auch gefährlich werden. Quelle: dpa
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Dresden

Die Wetterkarten sind rot, das Thermometer kommt am Mittwoch auch in Dresden der 40-Grad-Marke gefährlich nahe. Sonnenhut? Brauch’ ich nicht. Lichtschutzfaktor? Nie weniger als 50! Wasser eiskalt genießen? Lieber nicht! – Mit der Hitze kommen die gut gemeinten Ratschläge. Aber wie schütze ich mich nun richtig vor der brütenden Sonne? Wir haben mit der Dresdner Allgemeinmedizinerin Antje Bergmann über Mythen, Tipps und Tricks gesprochen.

Was passiert im Körper, wenn ich zu lange in der Sonne bin?

Wer in der Sonne brutzelt, verliert gleichzeitig jede Menge Flüssigkeit. Die Körpertemperatur steigt an und schließlich kündigt sich der Sonnenstich mit Übelkeit, Schwindel und Erbrechen an. „Der Betroffene sollte schnell aus der Sonne gehen und viel trinken. Auch kalte Umschläge können helfen“, rät Antje Bergmann. Die schlimmere Form des Sonnenstichs ist der Hitzschlag. „Hier beträgt die Körperkerntemperatur über 40 Grad Celsius und es kann zu Krämpfen kommen. Oft sind die Personen auch verwirrt“, erklärt Bergmann. In diesem Fall sollte schnell der Notarzt gerufen werden.

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Wie behandle ich Sonnenbrand richtig?

Hinter Sonnenbrand verstecken sich Verbrennungen der Haut verschiedenen Grades. Schon leichte Verbrennungen in Form von geröteter Haut sollten vor zusätzlicher Sonneneinstrahlung geschützt werden, rät Bergmann. Aloe Vera hilft, die Haut zu beruhigen und zu kühlen. Laut Bergmann sollten kleine Bläschen nicht aufgemacht werden. „Wenn sich große Blasen entwickeln, muss eine Wundversorgung stattfinden“, sagt die Allgemeinmedizinerin.

Welcher Lichtschutzfaktor ist richtig für mich?

Bergmann empfiehlt einen Lichtschutzfaktor von mindestens 15. „Aber selbst das ist eigentlich zu wenig“, sagt sie. Im Gesicht und bei Kindern sollte Lichtschutzfaktor 50 plus verwendet werden.

Ist Kokosöl eine natürliche Alternative zu Sonnencreme?

Der Trend zu mehr Natürlichkeit macht auch vor Sonnenschutz nicht halt. Als Alternative zu herkömmlichem Sonnenschutz taucht immer wieder Kokosöl auf. „Alles Quatsch!“, sagt Antje Bergmann. Kokosöl hat nicht den nötigen Lichtschutzfaktor und kann die Haut somit nicht vor den schädlichen UV-Strahlen der Sonne schützen.

Sind warme Getränke wirklich besser bei Hitze?

Ja, bestenfalls lauwarme Getränke. Eiskaltes Wasser muss vom Körper erst aufgewärmt werden, was Stress für den Kreislauf bedeutet. „An diesen Tagen sollte man nicht nur Wasser trinken, sondern auch Schorlen mit Fruchtsaft. Außerdem sollte auf den Salzgehalt geachtet werden“, sagt Bergmann.

Von Lisa-Marie Leuteritz