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Lokales So liefen die Pegida-Demos und -Gegendemos in Dresden
Dresden Lokales So liefen die Pegida-Demos und -Gegendemos in Dresden
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19:58 20.10.2019
Ein schwarz-rot-goldenes Banner trennte auf dem Neumarkt Pegida-Versammlung und Gegendemo. Quelle: Dietrich Flechtner
Dresden

Zum fünften Jahrestag der islam - und ausländerfeindlichen Pegida-Bewegung sind am Sonntag laut Veranstalterangaben 5000 Menschen auf die Straße gegangen, um gegen die selbst ernannten „Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“ zu demonstrieren. Unter dem Motto „Mit.Menschen.Würde“ rief das Dresdner Bündnis „Herz statt Hetz“, ein Zusammenschluss aus Vereinen, Institutionen und weiteren Akteuren aus der Gesellschaft zum Gegenprotest auf.

Das fremdenfeindliche Bündnis Pegida feiert am Sonntag das fünfjährige Bestehen auf den Straßen Dresdens. Drei weitere Demonstrationszüge setzen zeitgleich unter dem Motto „Mit.Menschen.Würde“ ein Zeichen gegen Rassismus und Hetze.

Während die Pegida-Anhänger ab 14 Uhr am Neumarkt ihren fünften Jahrestag feierten, schlossen sich bereits ab 12 Uhr die Gegendemonstranten zusammen. Vom Schlesischen Platz zogen laut Schätzungen etwa 3000 Menschen mit Bannern, Lautsprechern und Musik durch die Neustadt und dann weiter ins Zentrum. An der Synagoge legte der Demonstrationszug eine Schweigeminute für die Opfer des Attentats in Halle am 9. Oktober ein. An der Gegendemo beteiligte sich unter anderem die Klimaschutzbewegung „Fridays For Future“ .

Dulig: AfD öffnet Rechtsterrorismus die Türe

Auch am Bahnhof Mitte versammelten sich Pegida-Gegner. Mit dabei waren Vertreter von SPD, Linke und Grünen sowie Gewerkschaften und die Organisation „Dresden für Alle“. „Es gibt in Sachsen und Ostdeutschland eine Partei, die dem Rechtsterrorismus die Türe öffnet“, sagte Sachsens SPD-Vorsitzender Martin Dulig über die AfD. Deshalb sei es wichtig, dass die Menschen in der Gesellschaft besser aufeinander achteten, um soziale und kulturelle Spaltungen zu verhindern.

Neben Kundgebungen am Bahnhof Neustadt und Bahnhof Mitte gab es auch einen Protest am Hauptbahnhof. Gegen 14.30 Uhr trafen Pegida-Anhänger und die Gegendemonstranten am Neumarkt aufeinander. Durch Absperrungen mit Deutschlandfahnen und Polizisten voneinander getrennt, befeuerten sich beide Seiten mit Sprechchören. Während von Pegida die gewohnten Parolen „Merkel muss weg!“ und „Lügenpresse!“ zu hören waren, schrien die Gegendemonstranten „Internationale Solidarität!“ und „Nationalismus raus aus den Köpfen!“.

Zwei Pegida-Demonstranten zeigen Hitlergruß

Auf Seiten von Pegida versammelten sich schätzungsweise 3000 Anhänger. Zur Kundgebung hatte Frontmann Lutz Bachmann unter anderem den Sprecher der rechtsextremen Identitären Bewegung aus Österreich, Martin Sellner und den Dresdner AfD-Bundestagsabgeordnete Jens Maier eingeladen.

Zur Sicherung der Lage waren 560 Polizeibeamte im Einsatz. Zwar verliefen Kundgebung und Gegendemonstrationen bis zum späten Nachmittag laut Polizeidirektion Dresden friedlich. Dennoch ist es zu vereinzelten Straftaten gekommen. So wurde von der Pegida-Seite zwei mal eine Ampulle mit übel riechender Flüssigkeit in Richtung Gegendemonstranten geworfen. Zwei Männer zeigten zudem den Hitlergruß. In allen Fällen leitete die Polizei Ermittlungen ein.

Von Laura Catoni

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