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Dresden Lokales So lange bleibt der neue Schulcampus Pieschen noch eine Baustelle
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16:15 28.10.2019
Am neuen Schulcampus Dresden-Pieschen gibt es immer noch eine Reihe von Problemen. Quelle: Anja Schneider
Dresden

Der Schulcampus Pieschen bleibt auch nach den Herbstferien ei­ne Baustelle. Das erklärte die Stadtverwaltung auf DNN-Anfrage.

Das Gelände an der Gehestraße war in den vergangenen drei Jahren zum neuen Standort für das Gymnasium Pieschen, die 145. Oberschule und die Abendoberschule umgebaut worden. Mit dem Schuljahresbeginn Mitte August ging es in Betrieb. Aufgrund von massiven Problemen im Bauablauf war es zu erheblichen Kostensteigerungen auf rund 90 Millionen Euro und zu Zeitverzug gekommen. Zu Baubeginn sollte der Komplex einschließlich Ausstattung etwa 75 Millionen Euro kosten.

Wegen Abriss in Klotzsche – Schule muss in Betrieb gehen

Die Schulen mussten aber in Betrieb gehen, weil daran Bauvorhaben an anderen Standorten abhingen. So hatte im Juli bereits der Abriss des Gymnasiums in Klotzsche begonnen. Die Schüler mussten im neuen Schuljahr in Pieschen starten. Bis zu diesem Zeitpunkt waren noch nicht alle Arbeiten abgeschlossen. Neben anderen kleineren Problemen gab es Verzögerungen bei der Aula und der Sporthalle der Oberschule. Die Stadt formulierte ein ambitioniertes Ziel: Bis zum Ende der Herbstferiensollten die Arbeiten abgeschlossen werden. Daraus wird nun nichts und es haben sich noch weitere Probleme ergeben.

„Es finden zur Zeit in beiden bisher nicht in Nutzung genommen Teilobjekten – Aula und Sporthalle Oberschule – noch Bauarbeiten statt“, teilte die Stadtverwaltung auf DNN-Anfrage mit. Zudem würden in den Schulen und Sporthallen des Gymnasiums Restarbeiten ausgeführt und Mängel behoben. „In der Aula fehlt leider noch der Fußbodenbelag, hier gibt es aktuell Lieferschwierigkeiten.“ Die Aula könne daher aller Voraussicht nach erst in in der Woche vom 18. bis 22. November übergeben werden. In der Sporthalle Oberschule fehlten im Wesentlichen die Sportgeräte. Es seien Sportgeräte angeliefert worden, die aus sicherheitstechnischen Gründen nicht eingebaut werden dürften. „Dem Auftragnehmer wurde inzwischen gekündigt, die Ersatzvornahme ist vorbereitet.“ Un­ter Berücksichtigung dieser Einschränkung könne die Sporthalle aber schon eine Woche vor der Aula in Nutzung gehen.

Ernste Probleme in der Sporthalle

Die Probleme in der Sporthalle der Oberschule waren offenbar richtig ernst: Der Auftragnehmer habe für die fest eingebauten Sportgeräte (Sprossenwände, Kletterstangen, Basketballkörbe etc.) „keine Prüfsiegel beibringen können“, die Sportgeräte verfügten nicht über die geforderte Zertifizierung, die Unterkonstruktionen zur Befestigung sei teilweise fehlerhaft gewesen oder nicht nach Montagevorschrift erfolgt. Der Mangel umfasst damit sowohl die Sportgeräte als auch die Montage.

Inzwischen kam es sogar zur sogenannten Ersatzvornahme. Dazu erläutert die Stadt: Werden vertraglich geschuldete Leistungen nicht oder nur mangelhaft erbracht, sind die betreffenden Auftragnehmer mit Fristsetzung zur Mangelbeseitigung aufzufordern. Wird der Mangel nicht oder nicht vollständig abgestellt, kann der Auftragnehmer gekündigt werden. Die Leistungen werden dann neu beauftragt. Diesen Vorgang nennt man Ersatzvornahme.

Tafeln konnten nicht gesteuert werden – es fehlten Laptops

Zum Schuljahresstart hatte es nach DNN-Informationen noch verschiedene andere Probleme gegeben. So waren elektronische Tafeln in den Klassenräumen nicht einsatzbereit, weil die Laptops zur Ansteuerung fehlten. Bereits seit mehreren Wochen befänden sich in jedem Raum, wo es interaktive Tafeln gibt, auch die entsprechenden Laptops, mit welchen die Tafeln bedient werden können, hieß es nun.

Außerdem war es im Sommer zu Schuljahresbeginn zu Hitzeproblemen gekommen. Wie die Stadt dazu erklärte, habe es sich dabei jedoch nicht um Mängel der Lüftungsanlage gehandelt. Vielmehr sei das schuleigene Datennetz erst zum Schuljahresbeginn in Betrieb genommen worden. Da dieses Netz Voraussetzung für die Gebäudeleittechnik sei, konnte die finale Programmierung der Anlagen erst im Anschluss erfolgen. Inzwischen liefen die Anlagen wie vorgesehen. Weitere Kostensteigerungen habe es durch die Probleme nicht gegeben.

Von Ingolf Pleil

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