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Dresden Lokales So geht es mit den Schulbibliotheken in Dresden weiter
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18:38 29.10.2019
Mit Begeisterung haben die Mädchen und Jungen der 30. Grundschule ihre neue Schulbibliothek in Besitz genommen. Quelle: Dietrich Flechtner
Dresden

Die Kinder waren hellauf begeistert: Zunächst galt die Aufmerksamkeit der Schüler an der 30. Grundschule Arne König. Der Pantomime vermittelte wortlos seine Erfahrungen mit Autofahrt und Bibliotheksbesuch. Mitreißend stimmt er die Mädchen und Jungen damit auf das Besondere an diesem ersten Schultag nach den Ferien ein. Die Schule an der Hechtstraße bekam eine neue Schulbibliothek.

Der Pantomime Arne König stimmte künstlerisch mit seinen Erfahrungen vom Bibliotheksbesuch die Kinder der 30. Grundschule auf das neue Angebot für den Schulalltag ein. Quelle: Dietrich Flechtner

Wie ist die Situation?

Die Grundschule „Am Hechtpark“ ist die 22. städtische Schule in Dresden, die eine neue Bibliotheksausstattung erhalten hat. Erstmals für die Jahre 2017 und 2018 hatte der Stadtrat entschieden, in den Bildungseinrichtungen der Stadt Schulbibliotheken einzurichten, be­richtete Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch („Oft haben Politiker auch gute Ideen“) den Kindern. Bei den „kurzen Beinen“, also vor allem den Grundschulen, sollte es losgehen. Inzwischen ist das Projekt bereits auf drei Gymnasien ausgedehnt worden.

Was kostet das Vorhaben?

Der Stadtrat hat in den letzten Jahren und im laufenden Doppelhaushalt für 2019/20 jährlich 100.000 Eu­ro für die Schulbibliotheken eingestellt. 5000 Euro gibt es davon für die Erstausstattung der Einrichtungen, erklärt Klepsch. Damit werden 400 Bücher Sachliteratur und Möbel bereitgestellt.

Wozu dienen Schulbibliotheken?

Die kleinen Büchereien sollen einen Beitrag zur Leseförderung, der Un­terrichtsbegleitung sowie der Vermittlungen von Medien- und Informationskompetenz von Schülern leisten. Außerdem dienen sie als Begegnungsstätte mit Aufenthaltsqualität. Bislang sind sie Schülern und Hortkindern vorbehalten. Gleichzeitig gibt es eine enge Zusammenarbeit mit der jeweiligen Stadtteilbibliothek. Dort finden dann zusätzlich Veranstaltungsangebote wie Autorenlesungen für die Schüler statt. „Die Schulbibliotheken sollen nicht die Stadtteilbibliothken ersetzen“, stellte Bürgermeisterin Klepsch klar. Daher bleiben die Bücher auch in der Schule, eine Ausleihe gibt es derzeit nicht.

Wie werden die Bibliotheken angenommen?

Während 2018 insgesamt 6000 Schüler die Bibliothek an ihrer Schule genutzt haben, waren das in diesem Jahr bislang bereits 9000. Zum Projekt gehört auch, dass sie immer wieder etwas Neues geboten bekommen. Regelmäßig werden die Bestände erweitert, manche Schulen verfügen daher nun schon über 500 oder 600 Bücher. Dabei gab es natürlich in vielen Schulen schon Buchbestände, aus finanziellen und personellen Gründen konnten diese jedoch in den meisten Fällen nicht professionell entwickelt werden.

Wer betreut die Bibliotheken?

Den laufenden Betrieb sichern vor allem sogenannte „Leselotsen“ ab. Für jede Schule setzen die Städtischen Bibliotheken mindestens zwei dieser ehrenamtlichen Mitar­beiter ein. Sie stehen vor allem für die Öffnungszeiten in den Nachmittagsstunden bereit, damit die Bibliotheken auch von den Hortkindern genutzt werden können

Constanze Schöne wird als eine „Leselotsin“ versuchen, die Begeisterung der Schüler für die Bibliothek wach zu halten, und ihnen bei der Nutzung hilfreich zur Seite stehen. Quelle: EDietrich Flechtner

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Constanze Schöne ist eine der Lotsinnen, die an der 30. Grundschule jetzt starten. Sie ist früher im Bibliotheksbereich beruflich tätig gewesen. Nun im Ruhestand möchte sie gern daran anknüpfen und ehrenamtlich aktiv sein. „Das war schon immer mein Plan“, erzählt die 63-Jährige. Weitere Lotsen werden noch gesucht. Sie können sich unter anderem unter www.ehrensache.jetzt, dem Ehrenamtsportal der Bürgerstiftung in Dresden, informieren.

Wie geht es weiter?

„Möglichst jede Schule soll eine Bibliothek erhalten“, beschreibt Katrin Forner, die Projektkoordinatorin in der Stadtbibliothek, das ambitionierte Ziel des Projekts. Ob dies gelinge, hänge natürlich nicht zuletzt von den Finanzen ab. „Alle Schüler sollen gleiche Chancen haben“, sei der Leitgedanke. Bis zum Jahresende werden die Schulbibliotheken auch in der 41. (Hauptmannstraße 15), der 153. (Fröbelstraße1) und der 139. Grundschule (Omsewitzer Ring 4) starten. Im kommenden Jahr würden fünf weitere Grundschulen und fünf weiterführende Schulen hinzukommen. Die Auswahl laufe noch.

Wie kam die 30. Grundschule dazu?

Die Einrichtung mit Schulleiter Mathias Gläsel habe sich als eine der ersten Schulen beworben und soll jetzt in der schweren Zeit des Umbaus mit Unterricht im Container auch mit der Schulbibliothek für ihre Engagement belohnt werden, erläuterte Bürgermeisterin Klepsch. Und die Schüler waren nicht nur von Arne König hingerissen, sondern haben dann auch die neuen Leseschätze mit Begeisterung in Besitz genommen.

Von Ingolf Pleil

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