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Lokales Smarte Gebäude sollen Energie sparen
Dresden Lokales Smarte Gebäude sollen Energie sparen
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13:24 22.06.2019
„Match Up“ will 200 kommunale Gebäude in Dresden mit intelligenten Energiesystemen ausstatten. Quelle: Jürgen-M. Schulter
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Dresden

Die Digitalisierung macht auch vor Gebäuden nicht halt. Intelligente Gebäudetechnik erleichtert den Alltag, vereinfacht Betriebsabläufe und hilft Energie zu sparen. Im Rahmen des Smart City-Projektes „Match Up“ der Europäischen Union ließ die Stadtverwaltung deshalb die 102. Grundschule in Dresden-Johannstadt zu Beginn der Heizperiode 2018/19 mit intelligenter Energiesystem-Messtechnik ausstatten. Unterzähler empfangen und senden digitale Daten und sind dazu in ein Kommunikationsnetz eingebunden. Zusammen mit Wetterprognosedaten, wie Lufttemperatur und Windgeschwindigkeit, lassen sich damit die technischen Anlagen der Schule effizient steuern. „In Match Up geht es um nachhaltige Stadtentwicklung. Daher steht bei diesem Vorhaben für uns das Thema Energieoptimierung im Fokus“, erklärt Dr. Michael Anz, Projektleiter bei Match Up im Amt für Wirtschaftsförderung der Landeshauptstadt Dresden.

Zunächst hatte der Projektpartner EA Systems Dresden GmbH ein detailliertes Modell der Schule erstellt, um verschiedene Szenarien zur Entwicklung der Raumtemperatur durchzuspielen. Aus den so erhaltenen Ergebnissen können dann Aussagen abgeleitet werden, wie der Energieverbrauch im Schulhaus am Besten gesteuert werden kann.

„Das große Ziel des Projekts Match Up ist es, die gewonnenen Erkenntnisse auch auf andere Vorhaben übertragen zu können“, erklärt Anz. So soll in Zukunft eine zentrale Gebäudeleitstelle im Amt für Hochbau und Immobilienwirtschaft entstehen, an die etwa 200 kommunale Gebäude angeschlossen sein werden. Darüber sollen weitere Daten zum Energieverbrauch gesammelt werden, um diesen zu optimieren.

Das Vorhaben, Dresden als intelligente und zukunftsfähige Stadt zu gestalten, die den Herausforderungen des Klimawandels wirkungsvoll begegnen kann, wird von der Europäischen Union mit einer Summe in Höhe von rund 4,5 Millionen Euro gefördert.

Von Carl Gruner