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Lokales Sind die Mitarbeiter im Rathaus noch sicher?
Dresden Lokales Sind die Mitarbeiter im Rathaus noch sicher?
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18:43 04.03.2020
Wie sicher ist das Rathaus in Dresden? Quelle: Anja Schneider
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Dresden

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Rathaus werden seit Wochen bedroht, sagt die Fraktion Freie Wähler. Die Verwaltung habe den Betroffenen empfohlen, sich in ihren Büros einzuschließen. „Ein unhaltbarer Zustand“, meint Stadtrat Frank Hannig, „der Oberbürgermeister muss unverzüglich handeln.“

Die Freien Wähler haben für die Stadtratssitzung am Donnerstag einen Eilantrag eingereicht, mit dem OB Dirk Hilbert (FDP) beauftragt werden soll, alle personellen und technischen Maßnahmen zu ergreifen, die einen sicheren Aufenthalt für Mitarbeiter und Besucher im Rathaus garantieren. Das Konzept „Offenes Rathaus für alle“ müsse hinterfragt werden, verlangt Hannig. Der Zugang zum Rathaus sollte zentralisiert werden, ein Sicherheitsdienst die Besucher in Augenschein nehmen.

56 Fälle von Gewalt registriert

Die Stadtverwaltung erklärte, im vergangenen Jahr seien im Haupt- und Personalamt 56 Fälle von Gewalt im Dienst für die Verwaltung registriert worden. Dabei handelte es sich um zwölf Übergriffe im Sozialamt und 20 im Jugendamt. So seien in 14 Fällen Beschäftigte des Kinder- und Jugendnotdienstes durch aggressive Kinder verletzt worden.

21 Fälle wurden im Eigenbetrieb Kindertagesstätten gezählt, davon 19 Mal Verletzung von Beschäftigten durch aggressive Kinder. Jeweils ein Fall wurden aus dem Regiebetrieb Zentrale Dienstleistungen, aus dem Ordnungsamt und aus dem Gesundheitsamt gemeldet.

Noch in diesem Monat Videotechnik im sanierten Bereich

Laut Stadtsprecher Kai Schulz gibt es längst ein Sicherheitskonzept für das Rathaus, das insbesondere im sanierten Bereich bereits umgesetzt sei oder sich in der weiteren Umsetzung befinde. So werde im sanierten Teil noch im Monat März Videotechnik in Betrieb genommen, kündigte Schulz an.

Bestandteile des Konzeptes seien bauliche Maßnahmen, Handlungsanweisungen und besagte Videoüberwachung. So werde die Infostelle im zentralen Eingangsbereich sicherheitstechnisch verbessert. Der Tresen werde eine Sicherheitsverglasung erhalten. Schulz verwies auch auf die Rundgänge des Sicherheitsdienstes im Rathaus, die regelmäßig unternommen würden. „Im Sinne des Konzeptes verzichten wir darauf, weitere Details zu nennen.“

Von Thomas Baumann-Hartwig

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