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Lokales Shoppingwahn zu Lasten der Zusteller: Barmer veröffentlicht Zahlen zu Fehlzeiten
Dresden Lokales Shoppingwahn zu Lasten der Zusteller: Barmer veröffentlicht Zahlen zu Fehlzeiten
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15:15 28.12.2019
Symbolbild Quelle: Julian Stratenschulte/dpa
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Dresden

Der Weihnachtsstress ist für viele vorbei. Für Paketboten jedoch geht der Stress auch nach Weihnachten weiter. Mehr als 300 Millionen Pakete werden um den Jahreswechsel hin und her geschickt. Diese Zahl teilte die Barmer Krankenkasse in Dresden am Freitag mit und veröffentlicht außerdem die hauseigene Auswertung registrierter Fehlzeiten. Dabei zeigt sich, dass Briefträger, Paketzusteller und Kurierfahrer besonders oft und lange krankgeschrieben sind.

Durchschnittlich 35 Krankheitstage

Mitarbeiter von Post- und Zustelldiensten waren im vergangenen Jahr laut Barmer rund 35 Tage krank. Im Vergleich dazu waren Beschäftigte anderer Branchen durchschnittlich rund 18 Tage als arbeitsunfähig gemeldet. „Zeitdruck, Stress im Straßenverkehr und wechselnde Witterungsbedingungen können Post- und Paketzusteller besonders anfällig für Erkrankungen machen“, sagt Martin Morawietz,Regionalgeschäftsführer der Barmer in Dresden.

Rückenschmerzen und psychische Erkrankungen

Von 1000 Zustellern fehlten 2018 täglich 95 im Job. Rund 45 Prozent der Ausfälle waren mit Rückenschmerzen und psychischen Erkrankungen begründet. Die Krankheitstage sammeln sich laut Barmer vor allem im Dezember, Januar und Februar.

Am gesündesten sind Softwareentwickler, ergab der Barmer-Gesundheitsreport. Hier kam der Beschäftigte durchschnittlich auf knapp acht Krankheitstage, der Krankenstand lag bei zwei Prozent.

Von lml