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Lokales Semperbau am Dresdner Zwinger nach knapp sechs Jahren saniert
Dresden Lokales Semperbau am Dresdner Zwinger nach knapp sechs Jahren saniert
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14:56 07.08.2019
Gäste stehen anlässlich der Übergabe in einem Raum der sanierten Ost- und Westflügel der Sempergalerie. Quelle: Sebastian Kahnert/dpa
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Dresden

Nach mehrjähriger Sanierung ist der Semperbau am Dresdner Zwinger bereit für die Neueinrichtung der Gemäldegalerie Alte Meister und den Einzug der antiken Skulpturen. Das frisch renovierte Ausstellungsgebäude aus dem 19. Jahrhundert wurde am Mittwoch an die Staatlichen Kunstsammlungen übergeben.

Damit bekämen die in einer der renommiertesten Gemäldesammlungen der Welt bewahrten Meisterwerke des 15. bis 18. Jahrhunderts beste Präsentationsbedingungen, sagte Finanzminister Matthias Haß (CDU) bei der Feierstunde.

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Dresdner Sempergalerie fertig saniert

Der Freistaat investierte 49,8 Millionen Euro aus Landesmitteln. Das von einer halben Million Besuchern pro Jahr stark beanspruchte Gebäude wurde seit Herbst 2013 renoviert und mit modernster Brandschutz-, Licht- und Sicherheitstechnik bestückt.

Der Semperbau am Dresdner Zwinger

Der Semperbau beschließt den barocken Zwinger an der Nordseite zur Elbe hin. Das 1847 bis 1854 nach Plänen von Architekt Gottfried Semper (1803-1879) im Stil der italienischen Hochrenaissance errichtete Gebäude wurde 1945 schwer zerstört und bis 1956 reduziert wiederaufgebaut. Von 1989 bis 1992 wurde das Domizil der weltberühmten Gemäldegalerie Alte Meister generalsaniert. Dabei erhielten Säle, Foyers und Kabinette ihre Originalausstattung mit Stilelementen der Antike und Renaissance zurück. Bis 2012 beherbergte die Sempergalerie auch die Rüstkammer. Künftig bekommen die Gemälde Gesellschaft durch Skulpturen von der Antike bis zur Renaissance.

Die Galerie Alte Meister zählt zu den bedeutendsten Sammlungen ihrer Art in der Welt und ist berühmt für Meisterwerke italienischer, holländischer, flämischer und deutscher Maler. Zu den bekanntesten Gemälden gehören Raffaels „Sixtinische Madonna“, Tizians „Der Zinsgroschen“, Giorgiones „Schlummernde Venus“, Rembrandts „Ganymed in den Fängen des Adlers“, Rubens’ „Bathseba am Springbrunnen“ oder „Das Schokoladenmädchen“ von Liotard.

Der reiche Bestand rührt aus der Sammelleidenschaft der sächsischen Kurfürsten und polnischen Könige August II. (der Starke) und August III. im 18. Jahrhundert. Letzterer verschaffte ihr mit Ankäufen in nur 50 Jahren europäischen Rang. Stark dezimiert wurde die Sammlung im Zweiten Weltkrieg, als „Trophäenkommissionen“ der Sowjetarmee 1945 zahlreiche Werke gen Osten schaffen ließen. Erst 1956 kehrten die meisten Gemälde zurück.

Von dpa

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