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Lokales Schulcampus Pieschen: 1,9 Millionen Euro Taschengeld für den Stadtrat
Dresden Lokales Schulcampus Pieschen: 1,9 Millionen Euro Taschengeld für den Stadtrat
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06:52 14.09.2019
Der Schulcampus Pieschen wird nicht ganz so teuer wie befürchtet. Quelle: Anja Schneider
Dresden

Teurer als geplant, aber billiger als befürchtet – die Stadträte können sich auf ein „Handgeld“ zur freien Verwendung freuen. Die Gesamtkosten für den Schulcampus Pieschen werden aktuell auf rund 90 Millionen Euro prognostiziert, teilte Schulbürgermeister Hartmut Vorjohann (CDU) auf Anfrage der DNN mit. Es handelt sich um eine Prognose, da noch nicht alle Arbeiten abgeschlossen sind.

Aber: Eigentlich hatten die Bauexperten mit 91,9 Millionen Euro Gesamtkosten gerechnet. Als der Stadtrat 2016 den Bau der Schule beschlossen hatte, war noch von 74,2 Millionen Euro die Rede. Mithin werden die Mehrkosten bei rund 15,8 Millionen Euro liegen.

Finanzbürgermeister Peter Lames (SPD) hatte dem Stadtrat in die Kasse gegriffen und die sogenannte Liquiditätsreserve geplündert. Mit dem Haushalt 2019/2020 hatte sich der Stadtrat 43,5 Millionen Euro für die Abarbeitung politischer Wünsche bewilligt – Lames schnappte sich davon 11,5 Millionen Euro für Pieschen.

Neubau des Orang-Utan-Hauses

Nun sieht es so aus, als ob 1,9 Millionen Euro nicht benötigt werden – das Geld kann in die Wunschkasse zurückfließen und Begehrlichkeiten wecken. Der Neubau des Orang-Utan-Hauses im Zoo ist nicht ausfinanziert, für Stadtgrün oder Parkerweiterungen steht wenig Geld zur Verfügung, der Wünsche gibt es viele.

Vielleicht fließt ja sogar noch mehr Geld zurück. Der Bauherr, die städtische Stesad GmbH, erarbeitet eine juristische Analyse zu möglichen Schadensersatzforderungen an die Planer. Die Arbeitsgemeinschaft (Arge) für den Bau des Schulgebäudes hat aus Sicht der Stesad einen erheblichen Teil der Mehrkosten wegen mangelhafter Planungsleistungen zu verantworten.

Die Stesad hatte die Arge Anfang des Jahres vor die Tür gesetzt, neue Planer engagiert und die Bauüberwachung selbst übernommen. So konnten Gymnasium Pieschen und 145. Oberschule pünktlich mit dem neuen Schuljahr im Neubau an den Start gehen. Dieser beherbergt auch das ausgelagerte Gymnasium Klotzsche. Die Arge hatte rechtliche Schritte gegen den Rauswurf angekündigt, aber bisher noch nicht eingeleitet, wie das Rathaus und das Landgericht Dresden bestätigten. „Bis zum heutigen Zeitpunkt liegt keine Klage der Arge vor“, so Vorjohann.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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