Schützenplatz in Dresden: Hier entsteht ein neuer Spielplatz
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Schützenplatz in Dresden: Hier entsteht ein neuer Spielplatz

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07:00 28.06.2021
Auf dem Rasenstück, auf dem sich bereits einige Sitzgelegenheiten befinden (rechts) soll der neue Spielplatz gebaut werden.
Auf dem Rasenstück, auf dem sich bereits einige Sitzgelegenheiten befinden (rechts) soll der neue Spielplatz gebaut werden. Quelle: Holger Grigutsch
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Dresden

Der kleine Park vor dem Gewerkschaftshaus am Schützenplatz soll neu gestaltet werden und einen Spielplatz bekommen. Dafür stellt der Stadtbezirksbeirat Altstadt 114.600 Euro zur Verfügung – mehr als ein Fünftel seines Budgets für dieses Jahr. Der Beschluss ist der dritte Schritt auf einem Weg, der vor eineinhalb Jahren begonnen hat.

Das Amt für Stadtgrün und Abfallwirtschaft hatte im Dezember 2019 im Rahmen der Bürgerbeteiligung nach Wünschen für die Gestaltung des Schützenplatzes gefragt. Dass sich 84 Prozent der Befragten für einen Spielplatz aussprachen, hängt in der Wilsdruffer Vorstadt, in der viele Familien mit kleinen Kindern wohnen, auch damit zusammen, dass der Spielplatz ganz in der Nähe hinter dem Schießhaus nicht mehr genutzt werden kann. Auch der Stadtbezirksbeirat bekam Anfragen dazu und unterstützte die Bürgerbeteiligung mit 2000 Euro.

Bürgerbeteiligung ergab Wunsch nach einem Spielplatz

Etwas zum Klettern, Rutsche, Schaukel, Sandkasten und Tischtennisplatte waren die meist gewünschten Spielgeräte. Der Spielplatz sollte an einem schattigen Ort liegen und möglichst für kleinere Kinder bestimmt sein. Damit die Planungen im Jahr 2020 zügig beginnen konnten, stellte der Stadtbezirksbeirat 7000 Euro zur Verfügung. Das beauftragte Planungsbüro Kretzschmar & Partner hat sie nun abgeschlossen. Ute Eckard vom Geschäftsbereich Umwelt und Kommunalwirtschaft der Stadt stellte sie dem Stadtbezirksbeirat vor.

Barrierefreiheit und Hindernisse im Boden sind Kostentreiber

In den auf den ersten Blick gigantisch anmutenden Baukosten von insgesamt 116.000 Euro stecken neben den Spielgeräten vor allem Lösungen für einige Herausforderungen am Schützenplatz. So ist die Rasenfläche des kleinen Parks etwas abgesenkt und nur über ein paar Stufen zu erreichen. Eine Rampe mit Handlauf soll den Spielplatz barrierefrei erreichbar machen und gleichzeitig als Pflegezufahrt für den zurzeit etwas ramponierten Rasen dienen. Dass der erhalten bleiben soll, war auch Ergebnis der Befragung.

 

Das sind die Neuerungen (rot markiert), die für den kleinen Park am Schützenplatz geplant sind. Aber auch Gehwege, die Rasenfläche und die Bepflanzung der Böschungen sollen repariert bzw. aufgewertet werden. Quelle: Holger Grigutsch

Im Bereich der geplanten Zufahrt liegen auch ein Fernwärmekanal, Elektro- und Informationskabel sowie ein Einlauf der Straßenentwässerung. Das macht die Rampe teuer, die den Spielplatz am einen Ende des Parks in einen Bereich mit Klettergeräten und Rutsche sowie einen Sandspielbereich teilen soll. Die genaue Gestaltung der Spielgeräte für Kinder bis etwa elf Jahre, so Ute Eckardt, stehe noch nicht fest.

Der Spielplatz solle durch verschiedene Spielelemente zur Erprobung der Geschicklichkeit mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden für kleinere und größere Kinder über einen längeren Zeitraum interessant bleiben, heißt es in der Antragsbegründung. Kindern mit eingeschränkten motorischen Fähigkeiten sollen ebenso wie besonders bewegungsfreudigen Kindern entsprechende Spielmöglichkeiten angeboten werden.

Park soll für alle Altersgruppen attraktiver werden

Weil der kleine Park auch weiterhin allen Altersgruppen als Erholungs- und Pausenaufenthalt zur Verfügung stehen soll, wird er insgesamt herausgeputzt. Die Gehwege sollen eine neue Deckschicht erhalten, fehlende Geländer ersetzt werden. Die Böschungen werden neu bepflanzt und in einer Lücke zwischen den Bäumen soll künftig eine Rotblühende Rosskastanie Schatten spenden.

116.000 Euro für das Projekt, so Ute Eckardt, seien in absehbarer Zeit nicht im Haushalt des Amtes für Stadtgrün und Abfallwirtschaft enthalten. Mit dem Geld des Stadtbezirksbeirates kann das Projekt realisiert werden. Wann Baubeginn sein wird, stehe noch nicht fest, hieß es auf Anfrage aus dem Rathaus. Noch liegt die Baugenehmigung nicht vor.

Geld für Parkbänke wird umgewidmet

Die an der Gesamtsumme fehlenden 1400 Euro kommen ebenfalls vom Altstadt-Beirat. Im Jahr 2019 hatte der 7500 Euro für die Aufstellung von fünf Bänken auf der Florian-Geyer-Straße bereitgestellt. Seit dem vergangenen Jahr stehen die Bänke, und bei der Beschlusskontrolle stellte sich heraus, dass 1400,97 weniger benötigt wurden als veranschlagt. Der Stadtbezirksbeirat befürwortet die Verwendung dieser Restmittel für Bänke in dem Park am Schützenplatz. 

Auf seiner Juni-Sitzung beschloss der Stadtbezirksbeirat Altstadt außerdem die Förderung einer Beschallungsanlage und der Öffentlichkeitsarbeit für die Aktion „Fit im Park“ am Käthe-Kollwitz-Ufer mit insgesamt 2340 Euro sowie die Unterstützung der Überarbeitung der Internetseite des Vereins Nachtskaten Dresden e. V. mit 1485 Euro. Vom Gesamtbudget für dieses Jahr (530.450 Euro) stehen damit noch 78.040,82 Euro zur Verfügung.

Von Holger Grigutsch