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Lokales Schüler messen sich im Technik-Wettstreit
Dresden Lokales Schüler messen sich im Technik-Wettstreit
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15:58 15.03.2018
Leonie Scheibe von der 66. Oberschule mit ihrer Konstruktion. Quelle: Dietrich Flechtner
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Dresden

Skizzieren, schrauben, feilen: Dresdens beste Oberschüler im Fach „Wirtschaft/Technik/Hauswirtschaft“ (WTH) messen sich traditionell im „Leistungswettstreit Technik“ im Ausbildungszentrum der Drewag. Die Aufgabe für die zwölf Teilnehmer beim diesjährigen Wettbewerb am Donnerstag war es, einen Lötkolbenständer zu konstruieren.

Skizzieren, schrauben, feilen, hieß es am Donnerstag für Dresdens beste Oberschüler im Fach „Wirtschaft/Technik/Hauswirtschaft“.

Zunächst ging es für die elf Jungen und ein Mädchen im Alter von 14 und 15 Jahren an den Entwurf. Dabei zählt die Kreativität des eigenen Designs für das Werkstück. Lötkolben können bis zu 450 Grad heiß werden. Der Ständer muss also sicher und stabil sein sowie dem Lötkolben die Möglichkeit geben, abzukühlen. Außerdem mussten die technikbegabten Schüler eine Ablage für ein Schwämmchen und Lötzinn integrieren.

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Bewertet werden Kreativität, Ergebnis und Werkzeugnutzung

Michael Lenk, abgeordneter Lehrer an der TU Dresden, blickt den Schülern dabei zusammen mit anderen Betreuern und einem Lehramtsstudenten über die Schulter. Die Idee für die Aufgabenstellung haben Lehramtsstudenten für das Fach WTH entwickelt. „Bewertet werden neben dem Endergebnis auch der Umgang mit dem Werkzeug“, berichtet der 55-Jährige. Auch eine Theorie-Prüfung am Computer gehört dazu.

Die Oberschulen haben ihre besten WTH-Schüler für den Wettbewerb angemeldet, der dieses Jahr zum 16. Mal stattfindet. Dazu gehört auch Leonie Scheibe von der 66. Oberschule in Leuben. Ihr Interesse für Technik hat sie von zu Hause aus mitbekommen. als Kind spielte sie viel mit „Lego-Technik. „Ich möchte Mechatronikerin werden“, sagt die 15-Jährige.

Ältester Technikwettbewerb des Freistaats

Lenk betreut den ältesten Technik-Wettbewerb in Sachsen seit der Premiere vor 16 Jahren. Im Freistaat finden fünf Regionalwettbewerbe statt, unter anderem auch in Pirna. Die drei besten Schüler der Vorentscheide nehmen im April am Sachsen-Finale an der TU Dresden teil.

Landkinder haben mehr Technikerfahrung

Aus seiner Erfahrung bemerkt Lenk ein großes Stadt-Land Gefälle im Technikinteresse der Schüler. Auf dem Land hätten viele Familien eine Werkstatt im Haus, die Kinder wüchsen mit Werkzeug auf, berichtet der abgeordnete Lehrer. In der Stadt hingegen kommen die Kinder viel weniger mit Werkzeugen und Technik in Berührung.

Die Drewag stiftet das Werkzeug für die Sachpreise, die die Schüler beim Technik-Wettstreit gewinnen können. Das Kultusministerium stellt das Material für die Veranstaltung zur Verfügung.

Von Tomke Giedigkeit