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Lokales Schokopack-Hochhaus saniert: IT-Riese will in Dresden neue Jobs schaffen
Dresden Lokales Schokopack-Hochhaus saniert: IT-Riese will in Dresden neue Jobs schaffen
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16:05 22.01.2019
Der IT-Dienstleister Itelligence hat das Schokopack-Hochhaus in Dobritz saniert. Die ersten Mitarbeiter sind bereits eingezogen. Quelle: Dietrich Flechtner
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Dresden

Fast zwei Jahre dröhnten in dem markanten Ge­bäude in Dobritz die Baumaschinen, sägten, bohrten und hämmerten im so genannten Schokopack-Hochhaus die Ar­beiter. Mit viel Aufwand hat der IT-Dienstleister Itelligence die denkmalgeschützte Immobilie an der Breitscheidstraße als neue Dresdner Un­ternehmenszentrale herrichten lassen. In diesen Tagen sind die ersten Mitarbeiter eingezogen, dutzende weitere werden in den nächsten Wo­chen folgen.

Jahrelang war die Zukunft des ersten in Dresden nach dem Krieg errichteten Hochhauses in Skelettbauweise ungewiss, bremsten un­terschiedliche Vorstellungen für die künftige Nutzung des Eigentümers und der Stadtverwaltung eine mögliche Sa­nierung des ehemaligen Verwaltungssitzes des VEB Verpackungsmaschinenbau Dresden aus. Das Hochhaus verfiel, regelmäßig tobten sich dort Randalierer aus.

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Bis sich vor zwei Jahren das aus Bielefeld stammende Unternehmen Itelligence meldete. Mit einem Jahresumsatz von fast 900 Millionen Eu­ro und weltweit über 300 Kunden ge­hört die Firma eigenen An­gaben zufolge zu den international führenden SAP-Beratungshäusern – und wächst stetig. Sachsen spielt für Itelligence dabei eine wichtige Rolle: Ne­ben den bisher drei Standorten in Dresden betreibt das Un­ternehmen im ostsächsischen Bautzen inzwischen vier Rechenzentren – und schluckte vor einigen Jahren außerdem den an Spree ansässigen Mitbewerber Bit-Group.

Das Gebäude war das erste nach dem Krieg in Skelettbauweise errichtete Hochhaus in Dresden. Quelle: Foto: Dietrich Flechtner

Mit dem neuen Sitz an der Breitscheidstraße möchte Itelligence ei­nerseits die drei Dresdner Standorte zusammenführen – und zugleich das weitere Wachstum in Sachsen vor­antreiben. 350 Mitarbeiter beschäftigt das Unternehmen derzeit in Dresden, im chic hergerichteten Schokopackhochhaus und den Ne­bengebäuden mit einer Bü­rofläche von insgesamt 9000 Quadratemetern ist allerdings Platz für mehr als 500 Mitarbeiter. Und die möchte der IT-Dienstleister auf Dauer dort auch unterbringen.

Itelligence-Vorstandschef Norbert Rotter will die führende Position am Markt behaupten und setzt da­bei fest auf den Wirtschaftsstandort Sachsen. „Um diese Anstrengungen kapazitiv umsetzen zu können, sind wir stets auf der Suche nach erfahrenen Experten und ambitionierten Nachwuchskräften – Platz im neuen Dresdner Gebäudekomplex ist ge­nug vorhanden.“

Bereits in den vergangenen Jahren hatte der IT-Riese in Sachsen viele Millionen Euro investiert und damit reichlich neue Jobs geschaffen. In das Schokopack-Hochhaus steckte das Unternehmen nach früher ge­machten An­gaben etwa 20 Mil­lionen Euro – und konnte das Vor­haben trotz der großen baulichen Herausforderungen im einst vorgesehenen Zeitrahmen ab­schließen.

Denn allen voran der Denkmalschutz hatte bei dem Hochhaus die Hände drauf. Allein die Herstellung und der Einbau von mehr als 500 passgenauen Holzfenstern hätten ei­nen nicht zu unterschätzenden Aufwand bedeutet, heißt es aus der Firmenzentrale in Bielefeld. „Letztlich sind wir stolz, gemeinsam mit dem Bauträger und den beteiligten Hand­werksbetrieben aus der Re­gion in überschaubarer Zeit dieses so ge­schichtsträchtige Haus in Dobritz im neuen Glanz erstrahlen lassen zu können“, erklärt Lars Janitz von der Itelligence AG.

Von Sebastian Kositz