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Lokales Schnitzeljagd per Satellit - "Juniordoktoren" navigieren mit GPS durch die Technischen Sammlungen
Dresden Lokales Schnitzeljagd per Satellit - "Juniordoktoren" navigieren mit GPS durch die Technischen Sammlungen
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21:59 09.09.2015
Funktioniert fast so wie eine Spielekonsole: Die angehenden Juniordoktoren Simon (l.) und Yannick testen in den Technischen Sammlungen, wie man sich per GPS zurecht findet. Mit der richtigen Ausrüstung ist die Schatzkiste schnell gefunden. Quelle: Carola Fritzsche

Im Rahmen des "Juniordoktor"-Programms des Netzwerkes "Dresden - Stadt der Wissenschaften" wurden die Kleinen auf spielerische Weise mit den Geheimnissen der Satellitensignale aus dem Weltall vertraut gemacht. Zur Halbzeit dieses "Studienjahrs" war neben Roland Schwarz, Direktor der TSD, auch Bürgermeister Dirk Hilbert (FDP) dabei.

"Was bedeutet überhaupt GPS?", testet Museumspädagogin Silke Gabriel das Vorwissen. Doch da ist wohl jemand gut vorbereitet: "Globales Positions-System", kommt es wie aus der Pistole geschossen.

333 Schüler und Schülerinnen "promovieren" derzeit im Dresdner Juniordoktoren-Programm, das nun schon seit 2006 den Nachwuchs an Naturwissenschaft, Technik, Medizin, Wirtschaft und Kunst heranführt. Absolventen müssen innerhalb eines Jahres sieben Veranstaltungen besucht und dazu verschiedene Aufgaben erfüllt haben. "Wer das geschafft hat, wird mit einem richtigen Doktoren-Hut gekrönt und bekommt ein Zertifikat", erklärt Thomas Scheufler, Koordinator des Programms. Inzwischen sind 32 Institutionen, Museen und Firmen im Stadtgebiet dabei, die in diesem Jahr 135 unterschiedliche Veranstaltungen anbieten. "Zellbiologie" im Max-Planck-Institut oder "Migration" im Hygienemuseum - die Themen sind vielfältig.

Die Schatzsucher erforschten gestern, wie eigentlich so ein Navi funktioniert. Anhand einer Weltkugel und drei an Schnüren befestigter Filmdosen zeigte Martin Beyer, wie das mit den Sendern und Empfängern läuft. "Wie viele Satelliten braucht ein GPS?" An drei Fäden im Raum, also drei Sendern im All, muss die Weltkugel hängen, damit ihr Standort eindeutig bestimmt ist. Ganz schön kompliziert, aber die schlauen Köpfe waren konzentriert bei der Sache.

Nach der theoretischen Vorbereitung ging es dann in die Praxis: Eifrig tippte jeder auf seinem GPS-Gerät herum. "Ist doch ganz einfach", rief der achtjährige Jannick vorlaut, "das funktioniert genau wie meine Spielekonsole." Als einziges Mädchen der Gruppe war die Drittklässlerin Vanessa dabei. Beruflich orientiert hat sie sich schon: "Ich werde mal Polizistin", erklärte sie selbstbewusst. Mit den Hilfsmittel für die räumliche Orientierung bei späteren Verfolgungsjagden ist sie nun auch schon vertraut.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 11.04.2014

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