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Lokales Saufen, prügeln, Auto fahren – acht Anklagen gegen 23-Jährigen
Dresden Lokales Saufen, prügeln, Auto fahren – acht Anklagen gegen 23-Jährigen
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11:29 27.06.2019
Acht Anklagen hat die Staatsanwältin am Mittwoch gegen Toni B. verlesen. Quelle: picture-alliance/ dpa
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Dresden

„Ich habe damals zuviel getrunken und dann immer einen Rappel gekriegt. Da sind ständig solche Geschichten passiert“, sagte Toni B. am Mittwoch im Amtsgericht. Bei einer Flasche Schnaps und einem halben Kasten Bier täglich hat es bei ihm häufig im Karton gerappelt. Acht Anklagen verlas die Staatsanwältin. Der 23-Jährige hat in den vergangenen zwei, drei Jahren nicht viel ausgelassen: besoffen und ohne Führerschein Auto gefahren, Unfälle gebaut und abgehauen, gemaust und immer wieder geprügelt.

Der Angeklagte schlug allein oder mit seinen Kumpels, die wohl genauso besoffen waren wie er, auf alles und jeden ein. Treffpunkt für die Truppe war immer der Wiener Platz, man trank und suchte dann rund um den Bahnhof Stunk und Streit vor allem mit anderen jugendlichen Gruppen – und schon gab es die schönste Klopperei. Aber auch ohne Unterstützung seiner Kumpels schwang er die Fäuste – die bekam auch seine Freundin zu spüren, wenn sie sich über seine Sauferei beschwerte, oder mal ein Fahrgast in einer Bahn. Der 23-Jährige räumt alles ohne Wenn und Aber und ohne die oft zu hörenden dummen Ausreden ein, auch wenn oft die Erinnerung fehlt. „Das stimmt alles, aber warum und weshalb kann ich nicht sagen, ich war zu betrunken.“

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Der Angeklagte musste schon vor Jahren seine Fahrerlaubnis abgeben, dennoch fuhr er Auto und auch das im Suff. So zum Beispiel am 25. Mai 2018. Da gurkte er in der Nacht mit 2,37 Promille über die Autobahn 4, fuhr an der Abfahrt Dresden-Altstadt in eine Baustelle, verlor die Kontrolle über das Auto, kippte damit um und landete auf dem Dach.

Toni B. krabbelte aus dem Fenster und haute zu Fuß ab. Glücklicherweise fuhr niemand in die Unfallstelle. „Ich war absolut dicht. Ich war bei einem Kumpel, hatte getrunken, sollte dort schlafen, wollte aber nach Hause. Als der mir den Autoschlüssel wegnehmen wollte, bekam ich wieder einen Rappel und bin los.“ Prozess wird fortgesetzt.

Von Monika Löffler