Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Lokales Sanierung und Neubau von Schulen in Dresden – das ist der Stand
Dresden Lokales Sanierung und Neubau von Schulen in Dresden – das ist der Stand
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
09:25 13.08.2019
Ein Atrium sorgt an der Förderschule „AS Makarenko" an der Leisniger Straße für ein lichtdurchflutetes Gebäude. Quelle: Anja Schneider
Dresden

Bei der Sanierung des Beruflichen Schulzentrums „Prof. Zeigner“ rechnet Bildungsbürgermeister Hartmut Vorjohann mit einer deutlichen Überschreitung der geplanten Kosten. „Bis zu zehn Prozent mehr sind nicht ausgeschlossen“, sagte der CDU-Politiker gegenüber den DNN am Rande einer Presserundfahrt über Schulbaustellen der Stadt.

Bei der gegenwärtigen Marktentwicklung für Baukosten müsse eine ähnliche Entwicklung bei vielen Projekten unterstellt werden. Das hängt mit den langwierigen Prozessen bei solchen Vorhaben zusammen. Von den ersten Vorbereitungen für eine Schulneubau bis zur Fertigstellung vergehen schnell fünf Jahre. „Früher haben wir jährliche Kostensteigerungen von zwei Prozent kalkuliert, heute steigt der Baupreisindex jährlich um sieben oder acht Prozent“, erläuterte Vorjohann.

130 Millionen Euro gibt die Landeshauptstadt derzeit jährlich für Bauarbeiten an Schulen aus.

Für die Stadt ist das problematisch. Abstriche bei den Projekten will kaum jemand in Kauf nehmen, Umplanungen würden auch zu Verzögerungen führen, die die Stadt im Wettlauf mit der Zeit ins Hintertreffen bringen.

Berufliches Schulzentrum „Prof. Zeigner“

Für das Beruflichen Schulzentrum „Prof. Zeigner“ entsteht an der Tieckstraße in der Neustadt seit März 2018 ein Erweiterungsbau einschließlich Turnhalle, der bis Oktober 2020 fertig sein soll. Dann ziehen die Berufsschüler aus dem benachbarten Altbau (Melanchthonstraße) um, der anschließend saniert wird. Ist alles fertig, ziehen die Auszubildenden aus der Außenstelle an der Bodenbacher Straße ebenfalls in die Neustadt.

Lesen Sie auch das Sommerinterview mit dem Bildungsbürgermeister: Wo in Dresden die Schulplätze knapp werden

An der Bodenbacher Straße ist neben der Margonarena der künftige Standort für das Gymnasium LEO geplant, das jetzt mit dem neuen Schuljahr am Berthelsdorfer Weg startet. 34 Millionen Euro sollen die Bauten für das Berufsschulzentrum (1700 Schüler) kosten, 12,3 Millionen Euro steuert das Land dazu bei.

Auch zur Kostendämpfung geht die Stadt am BSZ besondere Wege. Erstmals werden bei einem Schulbau beispielsweise in Deckenelementen Kunststoffbälle eingebaut. Damit ist weniger Stahl für die Bewehrung nötig, die Decke wird leichter und es muss auch weniger Beton verbaut werden, erklärt Michael Fücker vom Schulverwaltungsamt.

84. Grundschule in Hellerau

Mit viel Fingerspitzengefühl saniert und erweitert die Stadt das vor 100 Jahren entstandene Gebäude der 84. Grundschule in Hellerau am Heinrich-Tessenow-Weg. 13,4 Millionen Euro soll das kosten. 4,8 Millionen Euro stammen davon aus Programmen zum städtebaulichen Denkmalschutz von Land und Bund. Nach den Winterferien 2020 soll der Schulbetrieb (rund 200 Schüler) wieder losgehen, gegenwärtig gehen die Kinder an der 85. Grundschule (Radeburger Straße) zum Unterricht. Das von Kurt Frick entworfene und gebaute Gebäude kam bislang ohne Fundamente aus, eine neue Bodenplatte sorgt jetzt für vorgeschriebene Stabilität. Im alten Schulgebäude werden auch zwei Trinkbrunnen saniert.

148. Grundschule in der Leipziger Vorstadt

Dank der Förderung des Freistaats konnte die Stadt die Altlastensanierung am künftigen Standort der 148. Grundschule an der Lößnitzstraße im Hechtviertel bewältigen. Rund vier Millionen hat die Entfernung der alten Gasanlagen auf dem früheren Drewag-Gelände gekostet, 3,2 Millionen steuerte das Land dazu bei. Allein der Schulbau einschließlich Turnhalle soll rund 16,5 Millionen Euro kosten. „Wir liegen im Plan“, erklärte Katrin Sonntag von der Stesad. Mit einer hohen Schallschutzmauer muss der Schulhof von einem benachbarten Werk der Bahn abgeschottet werden. Im August 2020 soll die 148. Grundschule den Betrieb aufnehmen, sie startet kommende Woche mit 48 Schülern interimsweise an der 153. Grundschule an der Fröbelstraße in der Friedrichstadt.

Förderzentrum „A.S. Makarenko“

Das Förderzentrum für Kinder mit Lernschwierigkeiten hat an der Leisniger Straße neben seinem Hauptsitz einen Neubau erhalten, der im vergangenen Schuljahr vom Gymnasium Pieschen genutzt wurde. Nun können die Schüler aus der Außenstelle des Förderzentrums (Konkordienstraße) an die Leisniger Straße umziehen. Rund 11,2 Millionen Euro hat die Stadt dafür investiert (8,2 Millionen Fördermittel). Entstanden ist ein Gebäude im Passivhausstandard mit sehr geringem Energieverbrauch. „Aufgrund der guten Zusammenarbeit mit den Planern ist es ein gelungenes Gebäude“, sagt die stellvertretende Schulleiterin Bärbel Beissert.

Schulcampus Pieschen an der Gehestraße

Auf dem früheren Bahngelände zwischen Gehestraße und Erfurter Straße laufen die Arbeiten auf Hochtouren. Das größte Schulbauprojekt der Stadt soll ab kommenden Montag für den Unterricht bereitstehen. „Wir werden in Betrieb gehen“, versicherte Stesad-Chef Axel Walther. Das Gymnasium Pieschen und die 145. Oberschule erhalten dort ihren Stammsitz. Derzeit zieht auch das Gymnasium Klotzsche ein, das an der Karl-Marx-Straße einen Neubau erhält. Knapp 90 Millionen Euro (43,4 Millionen vom Freistaat) muss die Stadt in Pieschen mindestens ausgeben, zuletzt hatten die Stadträte zwölf Millionen Euro nachschießen müssen.

Die Kostenexplosion hing unter anderem mit Problemen mit Planungsfirmen zusammen. Bei acht Millionen Euro sieht Walther Ansatzpunkte für Schadenersatzforderungen. Die Aula und ein separates Turnhallengebäude werden erst in den Herbstferien fertig sein. In den letzten Tagen legte nun noch ein Leck in der Heizanlage zwei Klassenräume im Oberschulbereich lahm. „Materialversagen“, vermutet Barbara Dittmer von der Stesad.

Von Ingolf Pleil

Die Dresdner fühlen sich in ihrer Stadt so sicher wie eh und je. Dennoch meinen erstaunlich viele, die Stadt sei weniger sicher als noch vor fünf Jahren – ein Widerspruch. Wie kommt es dazu?

12.08.2019

Dem Vernehmen nach bleibt das Modehaus auch nach dem Umzug an der Prager Straße – der Einkaufsmeile in Dresden. Das Wöhrl-Plaza soll nach dem Auszug zu einem Hotel umgebaut werden. Wann diese Arbeiten beginnen, ist unbekannt.

12.08.2019

Dresden soll fünf neue Ladestationen zur Betankung von E-Autos bekommen. Dazu legt die Drewag jetzt und in naher Zukunft in Weixdorf, Weißig und Kaditz, auf dem TU-Campus und am Fetscherplatz neue Kabeltrassen an.

12.08.2019