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Lokales Sanierung der Gerokstraße nicht vor 2021
Dresden Lokales Sanierung der Gerokstraße nicht vor 2021
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11:05 18.04.2018
Kopfsteinpflaster, kein Radweg, verschlissene Gleise: Die Gerokstraße. Quelle: ANJA SCHNEIDER
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Dresden

 Die Sanierung der Gerokstraße in Johannstadt wird wohl nicht vor 2021 in Angriff genommen. Das teilte die Stadtverwaltung jetzt dem Ortsbeirat Altstadt mit. Die Kosten für die 1100 Meter Ausbaustrecke zwischen Güntzplatz und Fetscherstraße betragen rund 10,4 Millionen Euro, wobei der Anteil der Stadt bei 4,5 Millionen Euro liegt. Den anderen Teil der Summe zahlen die Dresdner Verkehrsbetriebe und Versorgungsunternehmen, die im Zuge der Arbeiten ihre Leitungen und Kanäle erneuern.

Der Ortsbeirat stimmte den Plänen der Verwaltung mit großer Mehrheit zu. Die Stadt will die Fahrbahn zugunsten von Radwegen deutlich verkleinern. Nach der Sanierung soll der motorisierte Individualverkehr über die Straßenbahngleise rollen. Die Haltestellen sollen behindertengerecht gestaltet werden. Es ist auch geplant, den Trinitatisplatz aufzuwerten und neue Bäume zu pflanzen.

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Verwaltung soll Verkehrsprognosen vorlegen

Im Ortsbeirat wurde darüber diskutiert, ob eine Rechtsabbiegespur in die Hans-Grundig-Straße erforderlich ist. Die Verwaltung bejahte die Frage, weil sich ohne separate Abbiegespur der Verkehr stauen würde, wenn Rechtsabbieger wegen Fußgängern anhalten müssten. Dann käme auch die Straßenbahn zum Stillstand.

Die Stadtverwaltung soll nach dem Willen mehrerer Ortsbeiräte die Möglichkeit prüfen, vor der Kreuzung Marschnerstraße eine Querungshilfe zu installieren. Eine Mehrheit der Ortsbeiräte stimmte einem Ergänzungsantrag der Grünen zu, wonach der Verkehrsraum nicht verbreitert werden soll und die Verwaltung beauftragt wird, aktuelle Verkehrsprognosen vorzulegen. Lutz Hoffmann (CDU) bezeichnete den Antrag als „überflüssig“, gleichwohl stimmten zwölf von 19 Ortsbeiräten zu.

Die Vorplanungen für die Gerokstraße sollen am 17. Mai vom Stadtrat beschlossen werden. Wenn die endgültigen Planungen vorliegen, ist ein Planfeststellungsverfahren erforderlich. Deshalb wird noch einige Zeit ins Land gehen, ehe die Straße saniert werden kann. Das Straßen- und Tiefbauamt hat in seiner mittelfristigen Planung für 2020 Gelder für die Gerokstraße eingeplant.

Von Thomas Baumann-Hartwig