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Lokales Sanierung der Augustusbrücke wird teurer – Um wie viel, ist unklar
Dresden Lokales Sanierung der Augustusbrücke wird teurer – Um wie viel, ist unklar
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08:38 19.10.2019
Schweres Gerät kommt derzeit auf der Baustelle Augustusbrücke zum Einsatz. Quelle: Anja Schneider
Dresden

Baustelle Augustusbrücke: Während Touristen und Einheimische über die fertig sanierte Brückenhälfte flanieren, gehen die Arbeiten auf dem zur Marienbrücke gelegenen Brückenteil nun so richtig los. Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (Grüne) hofft, dass es dabei anders als beim bereits sanierten Teil keine Überraschungen gibt. Diese hatten für Verzögerungen gesorgt – noch immer rechnen die Experten bei Bauunternehmen und im Straßen- und Tiefbauamt aus, wie viel Mehrkosten diese verursacht haben.

Böse Überraschung auf der zweiten Brückenhälfte?

„Bisher hat es keine Überraschungen gegeben, aber die archäologischen Grabungen beginnen zum Beispiel erst“, sagt der Baubürgermeister. Diese hatten im Sommer 2018 auf der anderen Brückenhälfte in der Nähe des Neustädter Markts Reste eines romanischen Brückenvorgängers zutage gebracht, was bei Archäologen für Freude, bei Stadt und Dresdner Verkehrsbetrieben (DVB) jedoch für Aufregung sorgte. Die Stadt musste umplanen, weil die Brückenreste genau dort zum Vorschein kamen, wo eigentlich ein dicker Strang mit Leitungen verlaufen sollte. Die DVB mussten ihre Pläne für barrierefreie Haltestellen und den Gleisneubau am Neustädter Markt überarbeiten. Ähnliches könnte erneut geschehen, nachdem die Baustelle auf die andere Brückenseite gewandert ist.

Seit 2017 saniert Dresden die Augustusbrücke. Ob die Bauarbeiten im zweiten Halbjahr 2021 beendet werden können, ist unklar. Derzeit sieht es so an der Brücke aus.

Deshalb will Baubürgermeister Schmidt-Lamontain erst einmal abschätzen, ob zu den bekannten Problemen bei der Brückensanierung – vor allem eine erstaunlich zähe Zementschicht, eine robuste Dichtschicht und teils sehr klobige Sandsteine, die sich kaum bewegen lassen – noch anderes hinzukommt. Das könnte das derzeit auf die zweite Jahreshälfte 2021 taxierte Bauende weiter verzögern. Inwiefern der geplante Wiederaufbau des Narrenhäusls, das von den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden im Blockhaus vorgesehene Archiv der Avantgarden und die Gleisbauarbeiten der DVB an Sophienstraße und Neustädter Markt für Änderungen im Bauablauf sorgen, muss ebenfalls noch eingepreist werden.

25,5 Millionen Euro plus Mehrkosten – zahlt der Freistaat?

So begründet sich, weshalb es noch keine aktuelle Kostenschätzung gibt. Im Juli musste Schmidt-Lamontain eingestehen,dass das bisher vorgesehene Budget von 25,5 Millionen Euro nicht ausreichen wird. Er hofft, dass der Freistaat die Mehrkosten anerkennt und entsprechend einen Großteil als Fördermittelgeber übernimmt. Andernfalls würde im ohnehin schon sehr knappen Budget für Straßen- und Brückenbau ein großes Loch gerissen.

Davon unbeeindruckt gehen die Arbeiten auf der Augustusbrücke weiter. So ist die Behelfsbrücke auf Altstädter Seite inzwischen komplett abgerissen. Bis Monatsende konzentrieren sich die Arbeiten auf die restliche Sandsteinbrüstung, die darunter befindlichen Gesimse und die Auffüllung. Auf der Neustädter Seite werden die Außenflächen des Bogens acht instandgesetzt. Dazu muss das derzeit am benachbarten Bogen befindliche Gerüst umgebaut werden, weshalb wiederum der Elberadweg verlagert werden muss. Ab Montag werden Radfahrer und Spaziergänger deswegen voraussichtlich bis 20. Dezember unter dem neunten Bogen hindurchgeleitet.

Von Uwe Hofmann

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