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Lokales Die ersten Bewohner füllen die Saloppe mit Leben
Dresden Lokales Die ersten Bewohner füllen die Saloppe mit Leben
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15:30 16.10.2019
Saloppe im Dunkeln. In ersten Wohnungen brennt Licht und zeugt von Bewohnern. Quelle: Anja Schneider
Dresden

Immer wieder stockten am sogenannten vierten Elbschlösschen in Dresden die Bauarbeiten. Manche sahen das Mammutprojekt schon scheitern. Gemeint ist der teilweise Wiederaufbau und die Sanierung der unter Denkmalschutz stehenden Gebäudehülle des einstigen Wasserwerkes Saloppe und den Umbau zu einem Mehrfamilienhaus. Eigentlich war die weitestgehende Fertigstellung für Ende 2016 geplant. Doch noch immer wird gebaut.

Kleinanleger verärgert

Der Verlag kapital-markt intern mit Sitz in Düsseldorf machte am 12. April 2019 in einem online erschienenen Beitrag unter dem Titel „Wasserwerk Saloppe:Steht Dresdens viertes Elbschloss unter Wasser?“ den Ärger von Kleinanlegern über „das Ausbleiben der längst überfälligen Mezzanine-Rückzahlungen samt Verzinsung“ öffentlich.

Im März 2019 hatte es seitens der Saloppe-Projektleitung gegenüber DNN geheißen, dass der Grund für die Verzögerungen beim Umbau der Saloppe erforderliche Umplanungen und die Überlastung der beauftragten Baufirmen aufgrund der guten Konjunktur seien, doch dass man das Ziel vor Augen sehe.

Jetzt, sieben Monate später, sind immer noch Bauarbeiter in und an der Saloppe zu Gange. Doch man sieht den Baufortschritt. Der kleine Park ist angelegt, der Hof fast fertig gepflastert, ein Parkplatz existiert.

„Keine Abstriche bei der Qualität“

„Wir haben länger gebraucht, aber bei der Qualität keine Abstriche gemacht“, betont der bayrische Investor und Bauherr Miljenko Salopek. Wirklich beurteilen können das am Ende nur diejenigen, die in dem historischen Industriebau leben werden.

Fakt ist, dass das Gebäude nicht nur äußerlich restauriert, sondern saniert, innen komplett umgebaut und zudem ergänzt wurde. Zum einen um das im Zweiten Weltkrieg zerstörte Kesselhaus an der Ostseite, zum anderen um zwei Turmspitzen an der Westseite, die nach alten Plänen und Bildern rekonstruiert und aufgebaut wurden. Zudem gibt es jetzt Balkons. An der Rückseite des Gebäudes wurden außerdem verglaste Treppenhäuser angebaut.

Noch immer sind Bauarbeiter in und an der Saloppe zu Gange. Doch man sieht den Baufortschritt.

Die ersten Bewohner sind eingezogen

Die ersten Wohnungen im Kesselhaus seien an die Eigentümer übergeben, hieß es im März. Und dass das Maschinenhaus innerhalb der nächsten drei Monate fertig werden solle. Jetzt will Salopek „alle Wohnungen im Kesselhaus und im Maschinenhaus bis Ende November an die Eigentümer übergeben“, sagte er gegenüber DNN.

In mehreren Wohnungen sind schon die Eigentümer zu Gange, um spezielle Einbauten vornehmen zu lassen. Seit März hat sich da tatsächlich einiges getan. Individuelle Einbauten wie eine freitragende Treppe, eine Galerie ganz aus Glas und ähnliches sind Beweis dafür. Und sie zeugen davon, dass bei der Einrichtung der schlauchartigen Maisonette-Wohnungen mit Traumblick über die Elbe Kreativität gefragt ist. Denn die schmalsten Wohnungen sind nur 4 bis 4,20 Meter breit, die breitesten 8,50 Meter.

Mittlerweile seien zwei Wohnungen bezogen, weiß der Bauherr. Tatsächlich haben wir auf einem der kleinen Balkons schon Möbel und Bewohner gesichtet. Und spätabends entdeckten wir in mehreren Wohnungen mehrmals Licht.

Gebäudeteil mit den Türmchen ist noch nicht fertig

Dass noch nicht mehr Bewohner eingezogen seien, habe daran gelegen, dass der Hof noch nicht fertig gepflastert und deshalb nur schwer begehbar gewesen sei. Zudem sei das alte, eiserne Eingangstor jetzt zwar schlossermäßig wieder instandgesetzt, müsse aber noch sandgestrahlt, gestrichen und elektrifiziert werden, so Projektleiter Stefan Endres. Wenn dann auch Klingeln und Videomodul funktionieren, stünde dem Einzug von weiteren Mietern nichts mehr entgegen, sagt jedenfalls der Bauherr.

Klar ist aber auch, dass die künftigen Saloppe-Bewohner noch einige Zeit auf dem Grundstück Bauarbeitern und Handwerkern begegnen werden. Denn das „Townhouse“ – also der Gebäudeteil mit den beiden Türmchen – ist noch nicht fertig. Die Verhandlungen über den Verkauf seien noch nicht abgeschlossen. 520 Quadratmeter Wohnfläche biete er insgesamt. Der Einbau von ein oder zwei Wohnungen sei möglich.

Vier Wohnungen sind noch zu haben

Miljenko Salopek will den Gebäudeteil zunächst äußerlich so schnell wie möglich fertig restaurieren. Noch ausstehende Arbeiten beim Innenausbau folgen dann, wenn klar sei, wer mal einzieht und welche Wünsche der künftige Eigentümer hat.

Insgesamt sind in der Saloppe 33 Wohnungen entstanden. Vier Wohnungen – inklusive den zwei im Turmhaus möglichen – sind noch zur Verfügung, hieß es auf Anfrage von der Wasserwerk Saloppe GmbH. Die Käufer kommen laut Bauherr von Berlin bis Bayern, die meisten aber aus der Region.

Bleibt die Frage, was aus der baufälligen Baracke und dem flachen Nebengebäude aus Sandstein auf dem Gelände werden soll. Das Sandsteingebäude diene künftig dem Unterstellen von Fahrrädern, gibt Miljenko Salopek Auskunft. Das barackenähnliche Gebäude habe die Drewag früher als Verwaltungs- und Technikgebäude genutzt. Künftig soll es – in einen ordentlichen Zustand versetzt – ein stilles Gewerbe beherbergen.

Von Catrin Steinbach

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