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Lokales Sachsen startet amtliches Monitoring zur Bekämpfung der Bienenseuche
Dresden Lokales Sachsen startet amtliches Monitoring zur Bekämpfung der Bienenseuche
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16:38 19.02.2019
Amerikanische Faulbrut der Bienen. Das Foto zeigt die sogenannte Streichholzprobe, bei der der zersetzte Brutzelleninhalt - ehemalige Bienenmaden - als schleimige Masse erkennbar wird. Quelle: Dr. Christoph Otten, Fachzentrum Bienen und Imkerei des Dienstleistungszentrums Ländlicher Raum Westerwald-Osteifel.
Dresden

Die Amerikanische Faulbrut der Bienen (AFB), eine gefährliche Bienenseuche, machte den Imkern in Sachsen auch im vergangenen Jahr schwer zu schaffen. Ende Juli gab es 22 Sperrbezirke, neun davon allein in Dresden. Momentan sind es sachsenweit noch 17, wie einer Veröffentlichung auf der Internetseite des Landesverbandes Sächsischer Imker zu entnehmen ist. „In den Jahren 2016 bis 2018 wurden im Freistaat Sachsen 46 Ausbrüche der AFB amtlich festgestellt“, ist einer Bekanntmachung der Landesdirektion Sachsen zu entnehmen.

In der Landeshauptstadt führte der Dresdner Imkerverein e.V. – begleitet vom Veterinäramt – mehrere groß angelegte Sanierungsaktionen durch (DNN berichtete). In diesem Jahr werden weitere Sanierungen nötig sein, hieß es auf einer Informationsveranstaltung des Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamtes im Januar.

Um infizierte Bienenvölker frühzeitig festzustellen, setzte sich der Imkerverein Dresden für ein regelmäßiges amtliches Monitoring ein, wie das in anderen Bundesländern (zum Beispiel Brandenburg) üblich ist. Mit Erfolg.

„Im Freistaat Sachsen wird vom 1. Februar 2019 bis 31. Dezember 2022 ein Monitoringprogramm zur Bewertung der Verbreitung der Amerikanischen Faulbrut der Bienen durchgeführt. Sowohl für die Probenahme als auch die Untersuchung der Proben werden gegenüber dem Imker oder sonstigem Halter von Bienen keine Kosten erhoben“, heißt es in einer Bekanntmachung der Landesdirektion Sachsen vom 21. November 2018.

„Die Imkerinnen und Imker haben erreicht, was notwendig ist und was sie schon lange gefordert haben“, so Tino Lorz, Vorsitzender des Imkervereins Dresden e.V.. „Der Auslöser war eine Fachveranstaltung mit dem Landesverband der Buckfastimker, dem Landesverband der Dunklen Biene, des Imkervereins Dresden und der Grünen im Landtag. Wir hatten die Vertreter des Sozialministeriums und sämtliche Amtstierärzte eingeladen.“

Jeder Imker werden innerhalb der kommenden vier Jahre einmal beprobt. Ziels des Monitorings ist es, „einen Überblick zur Verbreitung der AFB und dementsprechend der überregionalen Erfassung im Freistaat Sachsen zu erreichen“, so die Landesdirektion.

Die Stadt Dresden hat damit mit Wirkung vom 7. Februar die städtische tierseuchenrechtliche Allgemeinverfügung zur Amerikanischen Faulbrut vom März 2018 aufgehoben, da diese nun durch die Allgemeinverfügung der Landesdirektion ersetzt wird. Die Sperrgebiete in Dresden gelten jedoch weiterhin, heißt es in einer Mitteilung.

Von Catrin Steinbach

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