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Lokales SPD baut sich Geschäftsstelle auf dem Dresdner Packhofareal
Dresden Lokales SPD baut sich Geschäftsstelle auf dem Dresdner Packhofareal
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19:05 22.07.2016
So soll die neue Geschäftsstelle der SPD einmal aussehen. Baustart für das Herbert-Wehner-Haus ist im Frühjahr 2017.
So soll die neue Geschäftsstelle der SPD einmal aussehen. Baustart für das Herbert-Wehner-Haus ist im Frühjahr 2017. Quelle: Konzentration GmbH
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Dresden

Die Dresdner Sozialdemokraten können bald mit dem Bau ihrer neuen Geschäftsstelle beginnen. Die SPD hatte eine Teilfläche des rund 12 000 Quadratmeter großen Packhofareals von der CCD Projektentwicklungs GmbH & Co KG erworben, um dort das Herbert-Wehner-Haus zu errichten (DNN berichteten). An der Kreuzung Devrientstraße/Ecke Kleine Packhofstraße gelegen, leitet das Gebäude in das zukünftige Devrientquartier ein und flankiert die Passage mit Blick auf die Yenidze.

Startschuss für den Bau wird voraussichtlich im Frühjahr 2017 sein, voraussichtlich ab Herbst 2018 sollen in das Wehner-Haus neben der Herbert und Greta Wehner-Stiftung auch die SPD und die Arbeiterwohlfahrt (AWO) einziehen. Die SPD gaben am Freitag den Sieger des Fassadenwettbewerbs bekannt.

„Wir haben lange nach einem Grundstück gesucht und sind froh, ein Grundstück in so markanter Lage gefunden zu haben“, sagte Dirk Panter, Vorsitzender der SPD-Fraktion im Sächsischen Landtag. „Wir wollen das Haus prominent in das Stadtbild platzieren.“ Der Spatenstich hätte eigentlich schon in diesem Sommer gesetzt werden sollen, wie die SPD im vergangenen Herbst mitteilte.

Lange lag das Packhofareal brach – Dr. Christoph Dross, der Geschäftsführer der CCD Projektentwicklungs GmbH, erhofft sich durch den Bau eine Initialzündung für das gesamte Gebiet. „Das Packhofareal ist das spannendste Grundstück in Dresden. Ich bin mir sicher, dass der Bau des Herbert-Wehner-Hauses erst der Anfang einer Reihe von spannenden Projekten auf dem Areal ist“, so Dross. Besonders große Aufmerksamkeit bekommt das Projekt, weil sich das Grundstück direkt gegenüber vom sächsischen Landtag befindet. „Manche Leute sprechen hier vom Dresdner Regierungsviertel, doch das ist sicherlich übertrieben.“

„Loftmäßig“ soll es werden. Auf insgesamt 30 000 Quadratmetern Nutzfläche werden Gruppen- und Großraumbüros sowie ein großer Saal für diverse politische als auch kulturelle Veranstaltungen in dem Gebäude Platz finden. „Der modernste Saal Dresdens“, so Panter.

Die Pläne des Voreigentümers, ein Museum zu bauen, hätten sich zwar zerschlagen. Dross wolle aber die kulturelle Zielsetzung nicht völlig aus den Augen verlieren – das Gebiet wurde zeitweise als Kunstquartier bezeichnet. Das Thema Wohnen ist in dem Areal noch nicht völlig vom Tisch, derzeit seien aber keinerlei Projekte in Aussicht.

Das Herbert-Wehner-Haus, benannt nach dem berühmten Dresdner SPD-Politiker, wird von der SPD-eigenen Konzentration GmbH errichtet. Entworfen hat das Gebäude der Architekt Jan Wiese. Aus einem internationalen Wettbewerb zur Fassadengestaltung ging das Berliner Architektenbüro Hinrichs Wilkening als Sieger hervor. In einigen Wochen werde laut Christoph Lehmann von der Konzentration GmbH die Baugenehmigung eingereicht, so dass der Bau spätestens im Frühjahr 2017 beginnen kann. Für die Baukosten ist ein mittlerer einstelliger Millionenbetrag geplant. Sobald die Verträge unterschrieben sind, werde man dem Beigeordneten für Stadtentwicklung, Raoul Schmidt-Lamontain, und dem Stadtplanungsamt erste Pläne präsentieren. Noch in diesem Jahr sollen hierzu weitere Schritte veröffentlicht werden.

Die CCD Projektentwicklungs GmbH & Co KG aus München hat das rund 12 000 Quadratmeter große Packhofareal im Jahr 2013 vom Dresdner Druck- und Verlagshaus erworben.

Von Juliane Weigt

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