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Lokales Rund 80 Eisenbahner demonstrierten in Dresden gegen Lohndumping
Dresden Lokales Rund 80 Eisenbahner demonstrierten in Dresden gegen Lohndumping
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23:37 09.09.2015
Von Stefanie Kaune
Quelle: Nadine Steinmann
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Die Eisenbahner, die bei der Deutschen Bahn (DB) Regio, der Erzgebirgs- und der Vogtlandbahn beschäftigt sind, forderten bei Ausschreibungen im Schienennahverkehr die Einhaltung von Sozialstandards. Nicht mehr der Anbieter mit den billigsten Personalkosten sollte den Zuschlag erhalten, hieß es. Stattdessen müssten tarifliche Mindeststandards eingehalten werden. Zudem forderten die Eisenbahner bessere Bedingungen für die Auszubildenden, die in Sachsen nur eine Chance auf einen Arbeitsplatz hätten, wenn sie sich mit wenig Geld zufrieden geben würden.

Mehrmals riefen die Teilnehmer nach Ministerpräsident Stanislaw Tillich, der sich die Forderungen der Demonstranten anhören sollte. Gekommen ist er aber nicht. Dafür bot das Wirtschaftsministerium den Eisenbahnern an, am frühen Freitagnachmittag noch mit vier Vertretern ins Gespräch zu kommen, um sich deren Forderungen anzuhören.

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Hintergrund der Demonstration ist die Entscheidung der DB, sich nicht an einer Ausschreibung des Verkehrsverbundes Mittelsachsen (VMS) für Regionalstrecken in Südwestsachsen zu bewerben. Weil keine Sozialstandards formuliert waren, hätte sich eine Teilnahme für die Bahn mit relativ hohen Tarifstandards nicht gelohnt, hieß es. Damit sind nach Unternehmensangaben rund 170 Arbeitsplätze in Werkstätten und im Fahrbetrieb gefährdet. „Lohndumping ist dabei Tür und Tor geöffnet“, kritisierte der SBB.

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