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Lokales Rund 2000 Gäste nutzten Nachtbaden im Georg-Arnhold-Bad
Dresden Lokales Rund 2000 Gäste nutzten Nachtbaden im Georg-Arnhold-Bad
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12:35 04.08.2018
Bis spät in die Nacht wurde geplanscht.
Bis spät in die Nacht wurde geplanscht. Quelle: Anja Schneider
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Dresden

Die Warteschlange vor dem Georg-Arnhold-Bad wollte gar nicht mehr enden. Tausende Gäste strömten am Freitag ins Schwimmbad am Dynamo-Stadion, um bei Temperaturen um die 30 Grad gemeinsam das Event „Nachts im Freibad“ zu zelebrieren.

Gut zwei Monate, nachdem Toten-Hosen-Sänger Campino des Nachts unerlaubt im Georg-Arnhold-Bad geplanscht hat, durften es ihm am Freitag die Besucher gleichtun.

Um 19 Uhr eröffneten der Dresdner Bäderchef Matthias Waurick und Dresdens Sportbürgermeister Peter Lames das Freiluftfest. Sie überreichten zwei Schecks über je 2500 Euro an den Malwina e.V und die DRK Wasserwacht. Die Toten Hosen hatten das Geld gespendet, um Wiedergutmachung zu leisten: Vor rund zwei Monaten war Hosen-Frontmann Campino unerlaubt in das Freibad eingebrochen. Ein Foto in sozialen Netzwerken und eine Gedenkplakette zwischen den Startblöcken zeugen noch heute vom illegalen Badebesuch, der Anlass für das Nachtbaden im „Arnie“ war.

Gegen 21 Uhr waren die Becken bereits gut gefüllt. Es wurde gerutscht, gebadet und gefeiert. Die große Polonaise durch das Strudelbecken bleibt als eines der Highlights in Erinnerung.

Mit Partymusik, eindrucksvoller Feuershow, Cocktails und Gegrilltem sorgte das Georg-Arnhold-Bad für das Wohl der rund 2000 Gäste. Campino selbst war zwar nicht zur Freiluftparty gekommen, doch er grüßte die Besucher in einer Videobotschaft. Später wurde der Musiker von den Badegästen mehr als würdig vertreten, die aus voller Kehle mitsangen, als der DJ den Hit „An Tagen wie diesen“ auflegte. Und um Mitternacht verteilten die Bademeister Freibier aus der Düsseldorfer Brauerei der Toten Hosen.

Ein dutzend Bademeister und Rettungsschwimmer der Wasserwacht waren am Freitag im Einsatz. Sie versorgten kleinere Platzwunden und Insektenstiche, erlebten aber alles in allem eine ruhige Nacht. Um kurz vor zwei Uhr endete die Sause im Freibad – viele Besucher wären aber gerne noch bis in den Morgen im Becken verweilt.

Von Junes Semmoudi