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Lokales Rudelsingen hat nichts mit Wölfen zutun
Dresden Lokales Rudelsingen hat nichts mit Wölfen zutun
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15:41 12.09.2019
Als Opernsängerin ist Christine Wolff meist alleine der Star auf der Bühne. Beim Rudelsingen hingegen singt sie zusammen mit Hunderten von Menschen. Quelle: Anja Schneider
Dresden

Die Halle im Potsdamer Lindenpark ist voll. Knapp 300 Leute singen „Sunny“ – das Lied, das die meisten wohl nur aus der Raffaello-Werbung kennen. Alle, die vielleicht nur die Melodie und nicht den Text im Kopf haben, können die Liedzeilen an einer Leinwand ablesen. Die Menschen singen, tanzen, wippen im Takt mit.

Was zuerst nach normaler Karaoke-Show klingt, ist mittlerweile eine deutschlandweite Bewegung namens „Rudelsingen“. Ähnlich wie bei einem Chor kommen beim Rudelsingen alle zusammen, die gerne singen möchten, sich alleine allerdings nicht trauen. Gemeinsam mit anderen Rudelsängern können sie Songs von Abba, Pink Floyd oder Udo Jürgens trällern. Damit es beim Text nicht hapert, projiziert ein Beamer die Lieder an eine Leinwand.

Christine Wolff stellt das Rudelsingen 2018 in der Leipziger Moritzbastei vor. Quelle: Christian Modla

Unterstützung bekommen die Teilnehmer nicht nur von den Mitsingenden um sie herum, sondern auch von der Opernsängerin Christine Wolff. Sie schaut auf eine internationale Musikkarriere zurück. In Dresden stand sie schon in der Frauenkirche und der Kreuzkirche als Solistin auf der Bühne. Zusammen mit ihrem Sohn Alexander Capistran leitet sie das Rudel mit E-Piano und Gesang an.

Schiefe Töne sind erlaubt

Anders als bei Chören geht es beim Rudelsingen nicht darum, wer am schönsten singen kann. Wer mitsingen möchte, braucht weder Musikerfahrung noch Notenkenntnisse. Schiefe Töne sind also durchaus erlaubt. „Einfach drauf los singen, ohne ein Konzert, ohne, dass jemand meckert“, so erklärt Christine Wolff das Rudelsing-Konzept.

Erster Dresden-Termin im Oktober

Zum ersten Rudelsingen in Dresden rechnet sie mit 150 Leuten, die Johannstadthalle biete allerdings Platz für bis zu 270 Rudelsänger. Beim 1. Oktober soll es nicht bleiben. Vielmehr seien zwei bis drei Rudelsing-Abende im Jahr geplant, kündigte Wolff an. Was den Musikgeschmack der Dresdner angeht, so will die Opernsängerinn auch den ein oder anderen Hit von Schlager-Legende Roland Kaiser in den Abend einbauen.

Der Erfinder des „Rudelsingens“ ist David Rauterberg, der das Projekt vor elf Jahren in Münster ins Leben rief. Seitdem haben sich zahlreiche „Rudelsing-Teams“ gebildet, die in ganz Deutschland zum Massen-Karaoke einladen. Ob das Team Wolff am ersten Oktober die Dresdner vom Singen im Rudel überzeugen kann, wird der Abend zeigen. Beginn der Veranstaltung ist 19.30 Uhr. Gesungen wird dreimal 30 Minuten lang, mit kleinen Pausen dazwischen. Die Teilnahme kostet zehn Euro im Vorverkauf und zwölf Euro an der Abendkasse. Senioren, Studenten und Schüler erhalten eine Ermäßigung von zwei Euro. Karten gibt es auf www.rudelsingen.de.

Von Laura Catoni

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