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Lokales CSD-Sprecher Ronald Zenker ist in vollem Umfang rehabilitiert
Dresden Lokales CSD-Sprecher Ronald Zenker ist in vollem Umfang rehabilitiert
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09:21 04.09.2019
Engagiert: Ronald Zenker mit der Flagge des Christopher Street Day. Quelle: Archiv
Dresden

Ronald Zenker, Landeskoordinator für queere Geflüchtete und Vorstandssprecher des Vereins Christopher Street Day Dresden (CSD), ist in vollem Umfang rehabilitiert. „Meine Anwälte haben mir mitgeteilt, dass gegen mich kein Ermittlungsverfahren eingeleitet wird.“ Ein internes Prüfverfahren der Staatsanwaltschaft Dresden gegen seine Person sei ergebnislos zu den Akten gelegt worden. „Es gibt weder eine Strafanzeige noch einen Anfangsverdacht gegen mich“, erklärte Zenker auf Anfrage der DNN.

Unterstützung von Freunden, Familie und Kollegen

Zenker war Medienberichten zufolge von Geflüchteten beschuldigt worden, sexuelle Handlungen für Hilfeleistungen gefordert zu haben. Der Landeskoordinator hatte darauf hin im Juni um zeitweise Beurlaubung von seinen Aufgaben bis zur abschließenden Klärung der Vorwürfe gebeten. Der Vorstand des CSD teilte mit, dass der Beschluss „Bitte um zeitweise Beurlaubung von Ronald Zenker“ jetzt aufgehoben worden sei. „Ab sofort ist Ronald Zenker wieder als Landeskoordinator Sachsen für queere Geflüchtete unter den bekannten Kontaktdaten zu erreichen“, erklärte Gabriele Richter vom Projektvorstand „CSD hilft“.

Zenker sagte, er habe nach Bekanntwerden von Vorwürfen gegen seine Person sehr viel Unterstützung erfahren. „Es war schön zu sehen, wie angesehen der CSD und auch ich in Dresden sind.“ Viele hätten ihm erklärt, dass man die Situation gemeinsam durchstehen werde und man die erhobenen Vorwürfe nicht glaube. „Auch meine Tochter und mein Mann haben fest zu mir gestanden.“

Sein Prinzip sei es, immer nach vorne zu schauen, erklärte Zenker. „Für mich ist die Sache abgeschlossen.“ Möglicherweise müssten bei Facebook noch einige Äußerungen entfernt werden, die ihn in einen Zusammenhang mit Verdachtsmomenten bringen würden.

Neue Richtlinie beim CSD

Der CSD-Vorstand hat sich laut Richter in den vergangenen beiden Monaten intensiv mit den Themen „sexuelle Belästigung, sexuelle Selbstbestimmung und Benachteiligung aufgrund sexueller Belästigung“ auseinander gesetzt. „Dazu haben wir sehr viele Gespräche mit Geflüchteten geführt, es hat Gespräche zum Thema Opferschutz mit dem Weißen Ring gegeben und es hat Gespräche mit Kooperationspartnern gegeben.“

Als Konsequenz habe der CSD eine „Richtlinie zum Schutz gegen Verstöße gegen die sexuelle Selbstbestimmung und gegen Benachteiligung aufgrund sexueller Belästigung“ erarbeitet. In Zusammenarbeit mit einem Rechtsanwalt habe der Verein eine externe Beratungsstelle geschaffen.

In einem offenen Brief haben 116 durch den CSD betreute oder ehemalige betreute quere Geflüchtete Ronald Zenker ihre volle Unterstützung zugesichert. „Es erscheint uns unmöglich, der skrupellosen Diffamierungs- und Rufschädigungskampagne, die gegen ihn mit Arglist, Vorsatz, Groll und ohne jegliche Beweise geführt wird, Glauben zu schenken“, heißt es in dem Schreiben, das der DNN vorliegt. Der CSD betreue Flüchtlinge professionell, großzügig sowie nach den Grundsätzen von Moral und Ethik, so die 116 Unterzeichner.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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