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Lokales Romeo und Julia oder doch nicht? 22-Jähriger wegen Kindesentziehung in Dresden vor Gericht
Dresden Lokales Romeo und Julia oder doch nicht? 22-Jähriger wegen Kindesentziehung in Dresden vor Gericht
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15:45 13.11.2019
Es gibt noch viel Klärungsbedarf. Der Prozess wird fortgesetzt. Quelle: dpa/Uli Deck
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Dresden

Am 2. Mai 2019 meldete eine afghanische Familie bei der Polizei ihre 15-jährige Tochter als vermisst. Das Mädchen war einfach verschwunden. „Die Familie beschrieb sie als sehr zurückhaltend. Sie hätte nur einige Freundinnen, aber nie Kontakt mit jungen Männern gehabt, sei immer sofort von der Schule nach Hause gekommen und wäre nie weggeblieben ohne etwas zu sagen. Da dachten wir, dass etwas Schlimmes passiert sein könnte“, erzählte am Dienstag ein Polizeibeamter im Amtsgericht.

Das Mädchen war zunächst nicht über ihr Handy zu erreichen, dann konnte über ihre Freundin doch ein Kontakt hergestellt werden. Einen Tag später holten Beamte die 15-Jährige aus der Wohnung eines 22-jährigen Afghanen in Cottbus. Der steht nun wegen Kindesentziehung, Verbreitung, Erwerb- und Besitz von jugendpornografischen Schriften und Nötigung vor Gericht.

Er und die 15-Jährige hatten sich auf Instagram kennengelernt. Laut Anklage hat er sie um Nacktfotos gebeten, die sie ihm auch schickte. Am 2. Mai trafen sie sich in Dresden und er nahm sie mit nach Cottbus.

Wer ergriff die Initiative – er oder sie?

Nachdem sie zurück bei ihren Eltern war, soll er sie weiter kontaktiert haben. Als sie ihm mitteilte, er solle sich von ihr fernhalten, habe er ihre Nacktfotos veröffentlicht und an ihren Bruder geschickt. Laut Anklage passte der 22-Jährige das Mädchen dann am 20. Mai vor der Schule ab – mit einer Waffe im Hosenbund. Mit zwei Männern brachte er sie zu einem Auto, um mit ihr nach Berlin zu fahren und sie dort zu heiraten. Die 15-Jährige sei aus Angst eingestiegen, habe aber ihrer Freundin eine SMS schicken können. Am Neustädter Bahnhof wurde das Auto gestoppt.

Die Geschichte, die der Angeklagte erzählte, klang anders. Danach ging die Initiative von ihr aus. Sie habe ihm unaufgefordert die Bilder geschickt, sie habe ein Treffen vorgeschlagen, sei habe ihn gedrängt, sie mit nach Cottbus zu nehmen und sie habe auch bei ihm bleiben wollen, erzählte er. Letzteres bestätigten die Polizisten, die die 15-Jährige aus seiner Wohnung holten. „Sie sagte, dass sie nicht zu ihren Eltern zurück will, da sie Angst vor ihnen habe. Sie wollte bei ihm bleiben.“ War es bei beiden die große Liebe? Es gibt noch viel Klärungsbedarf. Der Prozess wird fortgesetzt.

Von Monika Löffler

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