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Lokales Rochwitz feiert die neue Schule
Dresden Lokales Rochwitz feiert die neue Schule
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13:00 23.06.2018
am 22.06.18 in Dresden : Schule Rochwitz Quelle: Dietrich Flechtner
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Dresden

„In letzter Zeit ist viel über Bildung diskutiert worden, aber dabei haben wir die ein bisschen aus den Augen verloren, die die Grundlagen legen.“ Kultusminister Christian Piwarz (CDU) nutzte sein Heimspiel in Rochwitz für einen besonderen Dank an die Lehrer in den Grundschulen, wo die Basis geschaffen werde für den weiteren Bildungsweg an Oberschulen oder Gymnasien.

Das dürfte nicht nur die Lehrerinnen an der 37. Grundschule freuen, die kürzlich gegenüber dem Minister die fehlende gesellschaftliche Anerkennung für ihren Berufsstand beklagten, auch an der Rochlitzer Grundschule werden es die Pädagogen gern gehört haben. Dabei gab es lob reichlich an diesem Tag. Auch Bildungsbürgermeister Hartmut Vorjohann dankte dem Team um Schulleiterin Regine Rogalla und im Heinrich-Schütz-Rap der 3a wurde sie im stilechten Vers sogar zu einem echten „Knalla“.

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Alle zusammen feierten den Neubau einer Schule, deren Geschichte bis 1882 zurückreicht. Vor der Wende besuchte auch Piwarz dort den Unterricht. In den 90er Jahren stand der Standort wie so viele auf der Kippe, nun hat er Platz für 224 Schüler – 60 mehr als zuvor. Für 8,5 Millionen Euro (drei Millionen Förderung vom Land) ließ die Stadt in knapp zwei Jahren einen Bau errichten, der sich mit seiner Klinkerfassade und tiefergelegter Turnhalle in den Charakter des dörflichen Umfeldes einpasst. Im Inneren hat das Team um den Architekten Lür Meyer-Bassin für viel Licht und Farbe gesorgt. Für jede Klassenstufe sind kleine Cluster mit Klassenräumen und Garderobe entstanden. Die Diakonie Stadtmission Dresden betreibt mit acht Mitarbeitern den Hort an der Schule. Seit Februar tobt das Schulleben in dem Gebäude.

Neben dem Eingang schlägt wieder die alte Schuluhr, darunter liegt der Grundstein. Früher zierte sie den Giebel des Altbaus, der heute dank des Einsatzes des Siedlervereins auf der anderen Straßenseite einen Kontrapunkt zum Neubau bildet und an die Zeiten erinnert, zu denen die Schüler immer über die Dorfstraße mussten, wenn es zum Schulsport in den Tanzsaal mit Säule oder zum Mittagessen ging. Mehr als 130 Jahr hatte der Altbau auf dem Buckel. „Mal sehen, ob unsere heutigen Bauten das auch schaffen“, sagte Alt-Schüler Piwarz.

Von Ingolf Pleil

23.06.2018
23.06.2018