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Lokales Richtfest für neues Tumorzentrum
Dresden Lokales Richtfest für neues Tumorzentrum
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10:55 14.04.2018
Der Rohbau für das neue Forschungs- und Therapiegebäude des „Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen steht. 2020 soll der Betrieb starten. Quelle: Anja Schneider
Dresden

 Einen „Tsunami an neuen Krebserkrankungen“ erwartet der Vorstandsvorsitzende des Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) Michael Baumann. „In Deutschland werden die Erkrankungsfälle in den nächsten 10 bis 15 Jahren um ein Viertel zunehmen“. Der Herausforderung wollen sich in Dresden rund 200 Wissenschaftler und forschende Ärzte in einem Neubau für das „Nationale Centrum für Tumorerkrankungen“ (NCT) vertieft stellen.

Der Rohbau des 22 Millionen teuren Forschungs- und Therapiegebäude steht. Am Freitagmittag haben Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU), der medizinische Vorstand des Uniklinikums Michael Albrecht, der DKFZ-Vorsitzende Michael Baumann zusammen mit der Vertreterin des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) Bärbel Brumme-Bothe am Richtfest auf dem Gelände des Uniklinikums teilgenommen.

Forschungslabors, Tagesklinik und High-Tech unter einem Dach

2020 sollen die Forschungseinrichtungen und Therapiemöglichkeiten in Betrieb gehen und die innovative Krebsforschung voran bringen. In dem Haus werden sich eine Tagesklinik für Krebspatienten, Forschungslabors, OP-Bereiche und Räume für verschiedene Strahlentherapien befinden.

 In „Tumorboards“ sollen alle beteiligten Ärzte und Wissenschaftler zu Konferenzen zusammen kommen können, erklärt NCT-Direktor Martin Bornhäuser. Neben Heidelberg ist die Landeshauptstadt der zweite Standort des NCT. In Dresden arbeiten die NCT-Träger DKFZ, Uniklinikum, die Medizinische Fakultät der TU und das Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf gemeinsam an neuen Möglichkeiten gegen den Krebs.

„Wir brauchen keine Solisten sondern ein Orchester“

„Wir brauchen keine genialen Solisten, sondern ein Orchester aus Experten für die Weiterentwicklung der Krebstherapien“, unterstreicht Albrecht. Das soll durch ein „Tür an Tür“ von Patientenbehandlung und Forschung gelingen. Im neuen Operationssaal soll unter anderem die Unterstützung von OP-Robotern weiter ausgebaut werden. Ein Fokus liegt auf der Entschlüsselung von Tumor-DNA. Dafür wurde der Molekularmediziner Hanno Glimm vom Partnerstandort Heidelberg für die neu geschaffene Professur „Translationale Medizinische Onkologie“ einberufen. Die Entschlüsselung individueller Tumor-Codes soll neue Behandlungsformen möglich machen.

Die laufenden Kosten des NCT in Dresden werden sich auf jährlich 15 Millionen Euro belaufen. Neunzig Prozent der Kosten trägt das BMBF, der Freistaat übernimmt zehn Prozent und finanziert den 22 Millionen-Neubau. Die obere Etage mit Technik- und IT-Laboren soll durch Spenden ermöglicht werden.

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