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Lokales Richtfest für ein Kino im Kraftwerk Mitte
Dresden Lokales Richtfest für ein Kino im Kraftwerk Mitte
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13:37 29.06.2019
Richtfest für den Umbau des „Speichers“ an der Könneritzstraße auf dem Gelände des Kraftwerkes Mitte. Quelle: Anja Schneider
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Dresden

Es war ein Grund zum Feiern für Frank Neuber, den Leiter des Bereichs Liegenschaften bei der Drewag, als am Freitagvormittag der Richtkranz über sogenannten Speicher im Kraftwerk Mitte aufgezogen wurde. Das auf zwei Etagen etwa 720 Quadratmeter Nutzfläche umfassende Gebäude wird derzeit von der Drewag saniert. Insgesamt investiert das Energieunternehmen rund 2,4 Millionen Euro in die Bauarbeiten. Für Neuber war das Richtfest Anlass, um sich bei den beteiligten Bauleuten zu bedanken.

Mit Vollendung der Sanierung sollen ein Restaurant und ein Kino in den Speicher ziehen. Die „Kulturwirtschaft“, die im Erdgeschoss entsteht, wird der Gastronom René Kuhnt betreiben, der bereits das Bistro „T1“ auf dem Kraftwerk-Areal besitzt. Hier soll es auf das Programm der benachbarten Staatsoperette abgestimmte themenbezogene Speisen mit ausgewählten sächsischen Weinen geben. Außerdem soll eine Jazz- und Zigarrenlounge mit Clubcharakter entstehen.

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Kino mit Klimaanlage

Im Obergeschoss hingegen wird sich ein anderes Bild bieten. Bernhard Reuther, Betreiber des „Kino im Dach“ in Striesen, plant ein neues, zukunftsfähiges Programmkino einzurichten. „Es ist schön, es macht Spaß“, sagt er im Hinblick auf sein neues „Zentralkino“. Im „Kino im Dach“ würde es im Sommer schnell sehr heiß werden und barrierefrei sei es auch nicht. Im Speicher sei das dann nicht mehr der Fall, erklärt Reuther den Umzug. Zwei Säle mit insgesamt 145 Sitzplätzen soll es dort geben. Außerdem werden Stellplätze für Rollstuhlfahrer, ein barrierefreies WC, Induktionsschleifen für Hörgeschädigte und natürlich ausreichende Klimatisierung eingerichtet. Auch im Programmkino solle sich das Industrieflair des Kraftwerkgeländes wiederfinden, so der Betreiber.

Mit dem nahezu 40.000 Quadratmeter großen Areal habe die Drewag laut Neuber noch viel mehr vor. Neben zahlreichen weiteren Ausbauten sei geplant, eine Sprach- und Begegnungsstätte einzurichten, die Familien mit Migrationshintergrund bei der Integration helfen soll.

Im Jahr 2024 soll das Gelände dann fertiggestellt sein – rechtzeitig, um als Alleinstellungsmerkmal Dresdens für die Bewerbung zur Kulturhauptstadt zu dienen. Das Kraftwerk Mitte sei dann ein eigener Stadtteil nur für die Kultur- und Kreativwirtschaft, so die Ansicht von Frank Neuber.

Von Carl Gruner