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Lokales Rettungshundestaffel besucht Kita – und muss gleich Kinder suchen
Dresden Lokales Rettungshundestaffel besucht Kita – und muss gleich Kinder suchen
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06:46 29.03.2019
Hundeführerin Constanze Bardehle mit Pointer Jule und Jack Russell Anton und der 4-jährigen Pia. Quelle: Anja Schneider
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Dresden

Die Kinder der Kindertagesstätte „Am Lehmberg“ haben die ehrenamtliche Rettungshundestaffel des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) zu Besuch.

Hundeführerin Annett Skupin erzählt ihren jungen Zuhörern viel über verschiedene Hundeberufe, wie Therapie- und Assistenzhund, Polizeihund und auch Rettungshund. Ihre Hündin „Mäuschen“ liegt geduldig daneben – springt aber sofort aufgeregt auf, als ihr Frauchen den Kindern den Einsatzrucksack und die Kenndecke ihres Hundes zeigt, denn die bedeutet für Mäuschen „an die Arbeit“. Heute müssen die Hunde aber nicht arbeiten und können im Kindergarten toben.

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Ausgebildeter Flächenspürhund

Seit sechs Jahren sind Annett Skupin und Mäuschen bei der Hundestaffel. Die Hündin ist ein ausgebildeter Flächenspürhund, darauf trainiert, vermisste Menschen in einem großen Waldgebiet zu finden. Auch im Kindergarten werden eine Erzieherin und ein Kind versteckt und Mäuschen bekommt die Aufgabe, die beiden zu suchen. Hat sie die vermisste Person gefunden, zeigt sie das durch lautes Bellen an. Ihre Hundeführerin ist dann sofort mit einem Erste-Hilfe-Kasten zur Stelle.

Mit dabei sind auch Jack-Russell-Terrier Anton, der gerade zum Flächenspurhund ausgebildet wird und Jule. Die Pointer-Hündin ist ein sogenannter „Mantrailer“. Sie nimmt die Fährte einzelner Personen z.B. in der Stadt auf und folgt deren Spur.

Ausbildung ähnlich eines Führerscheins durchlaufen

Um zum Rettungsteam zu gehören, müssen Mensch und Hund eine Ausbildung und Prüfung, ähnlich wie beim Führerschein durchlaufen. Der Hundeführer muss einen theoretischen Multiple-Choice-Test ablegen, der Hund muss einen Gehorsamkeitstest und eine Prüfung auf der freien Fläche bestehen.

Der ASB ist sowohl Träger der Kita als auch der Hundestaffel. „Die Kinder suchen sich ihre Projekte selbst aus“, erzählt Heike Hessou, Leiterin der Einrichtung. Die drei- bis sechsjährigen Jungen und Mädchen hatten sich unter dem Oberbegriff Polizei und Verkehrserziehung das Thema „Rettungshunde“ ausgesucht.

Von Laura Kluger

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