Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Lokales Rechtsanwalt ausgespäht? - Staatsanwaltschaft weist Vorwurf zurück
Dresden Lokales Rechtsanwalt ausgespäht? - Staatsanwaltschaft weist Vorwurf zurück
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:34 16.09.2019
Dass das Handy bei einer Funkzellenabfrage erfasst wurde, steht außer Frage. Aber wurden die Daten auch ausgewertet (Symbolbild)? Quelle: Andrea Warnecke/dpa
Dresden

Die Staatsanwaltschaft Dresden hat Anschuldigungen zurückgewiesen, einen Juristen jahrelang ausgespäht zu haben. Konkret ging es um den Vorwurf, Handydaten des Dresdner Strafverteidigers Ulf Israel gesammelt zu haben. Bei Berufsgruppen wie Anwälten oder Ärzten ist das ohne hinreichenden Verdacht nicht erlaubt. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft vom Montag war das Handy des Anwaltes im Zuge von Ermittlungen gegen eine Bande von Autodieben bei einer Funkzellenabfrage Ende April 2016 erfasst worden.

Strafanzeige wegen Rechtsbeugung

Einer der Beschuldigten sei auch von einer deutschen Handynummer mehrfach angerufen worden. Ein Beschluss zur Erhebung auch rückwirkender Verkehrsdaten umfasste dann unter anderem neben drei polnischen Handynummern auch die deutsche Nummer, die dem Anwalt gehörte. „Dem antragstellenden Staatsanwalt war zu dieser Zeit nicht bewusst, dass es sich bei der Nummer um die eines Rechtsanwaltes gehandelt hatte“, betonte Behördensprecher Jürgen Schmidt.

Der ermittelnde Staatsanwalt sei davon ausgegangen, dass die Rufnummer von Auftraggebern oder Mittätern des Beschuldigten verwendet wurde, erklärte Schmidt. Als dem Ermittler bekannt wurde, dass es sich bei der Nummer um den Anschluss von Rechtsanwalt Israel handelte, habe er sofort angeordnet, die erhobenen Verkehrsdaten nicht auszuwerten.

Über den Fall hatten zuerst das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ und der MDR berichtet. Der betroffene Rechtsanwalt stellte eine Strafanzeige wegen Rechtsbeugung. Die Ermittlungen laufen noch.

Von dpa

Das zweite Konzert von Chefdirigent Marek Janowski und der Dresdner Philharmonie war geistlicher Chorsinfonik zweier italienischer Komponisten gewidmet: Den „Canti di Prigonia“ von Luigi Dallapiccola waren die „Quattro Pezzi Sacri“ von Giuseppe Verdi gegenübergestellt.

16.09.2019

Lukas Rietzschels Erfolgsroman „Mit der Faust in die Welt schlagen“ feierte am Wochenende in einer wenig plausiblen Dresdner Bühnenfassung im Staatsschauspiel seine Uraufführung. Wer das Werk als Erklärstück für den Erfolg der AfD im Osten ansehen möchte, der irrt.

16.09.2019

Katja Böhme ist Sachsens neue Weinkönigin. Die 36-jährige Floristin aus Dresden wird ein Jahr lang Botschafterin des sächsischen Weins und vertritt die heimischen Winzer auch auf überregionalen Terminen. Zum Wein kam sie durch ihren Mann.

16.09.2019