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Lokales Radlerin in Dresden getötet – Anklage gegen Unfallfahrer erhoben
Dresden Lokales Radlerin in Dresden getötet – Anklage gegen Unfallfahrer erhoben
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14:19 27.05.2020
Der Mercedes, mit dem der 18-Jährige deutlich zu schnell unterwegs war. Quelle: Roland Halkasch
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Dresden

Nach dem Tod einer 55-jährigen Radfahrerin bei einem Unfall am 10. Januar diesen Jahres auf der Reicker Straße hat die Staatsanwaltschaft Dresden Anklage gegen einen 18-Jährigen erhoben. Der junge Mann fuhr den Mercedes, der die Radfahrerin an jedem Nachmittag erfasst hatte. Die 55-Jährige verstarb noch am Unfallort an ihren schweren Verletzungen.

Ermittler: Unfall wäre vermeidbar gewesen

Laut Anklage soll der 18-Jährige mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit stadteinwärts gefahren sein und trotz Überholverbots und Hinweises auf eine Gefahrenstelle mit Haltestelle der Straßenbahn eine Fahrzeugkolonne überholt haben. An der Einmündung zum Rudolf-Bergander-Ring geschah dann der Unfall, der nach Meinung der Ermittler bei angepasster Geschwindigkeit von 50 km/h vermeidbar gewesen wäre.

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Der jetzt wegen fahrlässiger Tötung und Gefährdung des Straßenverkehrs Angeklagte ist iranischer Abstammung. Als Heranwachsender wird die Anklage gegen ihn, soweit sie vom Amtsgericht Dresden zugelassen wird, vor dem Jugendschöffengericht verhandelt. Der Mann befindet sich nicht in Untersuchungshaft, weil nach Strafprozessordnung keine Haftgründe vorliegen.

Kurz nach dem Unfall hatten ADFC, aber auch Grüne, SPD und FDP Konsequenzen gefordert, unter anderem mehr Verkehrskontrollen und die Einberufung eines Mobilitätsgipfels. Der ADFC forderte Tempo 30 als innerstädtische Regelgeschwindigkeit.

Rückblick:

Von fkä

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