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Lokales Prügelei auf dem Striezelmarkt – 66-Jähriger vor dem Amtsgericht
Dresden Lokales Prügelei auf dem Striezelmarkt – 66-Jähriger vor dem Amtsgericht
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08:13 13.08.2019
Warum die Freundschaft kurz vor Weihnachten in die Brüche ging, wurde vor Gericht nicht abschließend geklärt. Quelle: dpa/Peter Steffen
Dresden

Advent – die Vorweihnachtszeit voller Freude und Besinnlichkeit. Es geht aber auch anders. Am 23. Dezember 2018 soll Herr T. auf dem Striezelmarkt Frau D. einen Faustschlag ins Gesicht verpasst und sie dabei als „dreckige Schlampe“ und „Miststück“ beschimpft haben.

Das klingt nach einer handfesten Auseinandersetzung zwischen erlebnisorientierten Marktbesuchern, die am Abend zuviel Glühwein intus hatten. Weit gefehlt: Den Streit gab es noch vor Eröffnung des Marktes, die Akteure waren stocknüchtern und zwei ältere, grundsolide Herrschaften – er 66 Jahre, sie 69 Jahre alt. Wegen Körperverletzung und Beleidigung stand Herr T. am Montag vor dem Amtsrichter.

„Er kam schon an wie eine Furie“

„Ich habe sie nicht geschlagen, sie war bösartig, hat eine Leiter nach mir geworfen und die habe ich zurückgeworfen. Kann sein, dass ich sie da getroffen haben. Ich habe sie nicht beleidigt, ich war nur etwas laut“, erklärte er.„Mir ist keine Leiter ins Gesicht gefallen, er hat mich durch eine Lücke der Leiter geschlagen. Er kam schon an wie eine Furie“, konterte Frau D. energisch. Sie hatte eine Jochbeinprellung, die über die Feiertage blau wurde und ziemlich weh tat.

Die beiden kennen sich seit Jahren und haben sich immer geholfen. Sie erledigte für den fast blinden Mann den Schriftkram, er begleitete sie zum Striezelmarkt, wo sie an einem Stand Socken verkaufte. „Eine leichte Freundschaft“, nannte es Frau D. Warum die ausgerechnet kurz vor Heiligabend in die Brüche ging, konnte nicht aufgeklärt werden. 60 Tagessätze à 25 Euro kostet Herrn T. sein Ausraster.

Von ml

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