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Lokales „HSZfürsKlima“: TU Dresden lässt Audimax räumen
Dresden Lokales „HSZfürsKlima“: TU Dresden lässt Audimax räumen
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18:21 28.11.2019
Das Hörsaalzentrum an der Bergstraße (Archivbild). Quelle: Uwe Hofmann
Dresden

Die Polizei hat die seit Montag dauernde Besetzung des Audimax im Hörsaalzentrum Dresden (HSZ) beendet. Die Technische Universität (TU) machte von ihrem Hausrecht Gebrauch und verwies die Studenten der Gruppe „HSZfürsKlima“ des Gebäudes. Die Gruppe habe den größten Hörsaal der TU Dresden im Netz als kostenfreies, gut erreichbares Hotel mit 297 Schlafplätzen für unabsehbare Zeit angeboten und gegen Absprachen verstoßen, sagt Kim-Astrid Magister, Pressesprecherin der Universität.

Offizielle Stellungnahme der Universität: Audimax bleibt geschlossen

Dies geschah mit einem Posting, das die Demonstranten nach Angaben der Uni in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag veröffentlicht hätten. Die Gegenseite bestreitet dies. Das Angebot sei auf einer Plattform der Initiative „Ende Gelände“ verfasst worden, auf die jedermann Zugriff habe. Als die Demonstranten um 9 Uhr morgens zum Audimax kamen, war die Tür verschlossen und bereits Sicherheitspersonal und Polizei vor Ort. Aber auch Vertreter der Universität – wie der Kanzler der TU Dresden Andreas Handschuh. „Nach Rücksprache mit dem Rektor hat er den Teilnehmern der Besetzung mitgeteilt, dass das Audimax geschlossen bleibt.“ So heißt es in der offiziellen Stellungnahme der Universität. Darüber hinaus habe er die Protestler aufgefordert, nun auch das Hörsaalzentrum freiwillig zu verlassen.

„Nach rund einer Stunde machte Andreas Handschuh schließlich von seinem Hausrecht Gebrauch und erteilte denjenigen, die noch immer im Hörsaalzentrum waren, Hausverbot“, heißt es in der Stellungnahme der Universität weiter. Daraufhin sei ein Teil der rund 20 Demonstranten auf den Vorplatz des Hörsaalzentrums gegangen, ein anderer wäre allerdings im Foyer verblieben, um an den Uniwahlen teilzunehmen. „Als der Hausrechtsinhaber die Personen aufforderte, das Gebäude zu verlassen, haben alle Folge geleistet, bis auf eine Person“, teilt Marko Laske, Pressesprecher der Polizeidirektion Dresden auf DNN-Anfrage mit. Diese bestand auf ihr Wahlrecht – und wurde laut Stellungnahme der TU Dresden „gegenüber einem Polizisten handgreiflich.“ Deshalb drückten Beamte der Polizei den Mann auf den Boden, fixierten ihn mit Handschellen und trugen ihn schließlich aus dem Hörsaalzentrum.

Auch Studentenrat der TU Dresden äußert sich

„Den Grund für die Räumung empfinde ich als vorgeschoben, um die eigene Vereinbarung nicht einzuhalten“, sagte eine Studentin. Die Unileitung hatte der Gruppe ursprünglich erlaubt, die Räume des Audimax im Kontext der Klimawoche von 9 Uhr bis 20 Uhr zu nutzen. Die Gruppe „HSZfuersKlima“ hatte bereits am Wochenende ein Angebot der Uni abgelehnt, für ihre fünf Tage dauernde Aktion das Foyer des Potthoffbaus zu nutzen.„Wir möchten durch unsere Aktion die größtmögliche Aufmerksamkeit auf das Thema der sozialökologischen Krise lenken“, teilte die Gruppe in einem offenen Brief zu Erklärung mit.

Am Nachmittag äußerte sich auch der Studentenrat (StuRa) der TU Dresden. Man könne sich dem Kernanliegen der Aktion anschließen. „Auch an der TU Dresden kann und muss die Klimakrise ausgiebiger beleuchtet werden. Allerdings stehen wir den Methoden der Besetzenden kritisch gegenüber“, bemerkte Nathalie Schmidt, Geschäftsführerinfür Soziales und Hochschulpolitik des StuRa.

Von DNN

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