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Lokales Kompromiss rettet das Riesenrad auf dem Dresdner Postplatz
Dresden Lokales Kompromiss rettet das Riesenrad auf dem Dresdner Postplatz
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11:42 18.02.2020
Das Riesenrad soll auch künftig das Dresdner Stadtfest als eine der Attraktionen bereichern. Quelle: Archiv
Dresden

Langfristiger Kompromiss für das Riesenrad auf dem Postplatz: Die Attraktion für das Stadtfest könnte ab 2021 teilweise in der Anlieferungszone für das Staatsschauspiel aufgestellt werden. Das Große Haus hat zum Stadtfestwochenende Spielpause, so dass der Platz für das Riesenrad genutzt werden kann, teilten Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen und Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (beide Bündnis 90/Die Grünen) mit.

Pflanzbeete statt Riesenrad auf dem Postplatz

Die von Grünen geleiteten Ressorts im Rathaus waren über den Postplatz in ei­nen Konflikt geraten: Die Pläne der Umweltbürgermeisterin für den Promenadenring kollidierten mit den Aufstellflächen für das Riesenrad. Der Baubürgermeister ist für die Sondernutzung des öffentlichen Raumes verantwortlich. Pflanzbeete statt Riesenrad – so wäre es fast gekommen. Denn die leicht modifizierten Pläne aus dem Haus Jähnigen führten dazu, dass der Platz nicht mehr reichte für die Stadtfestattraktion.

Grünerer Postplatz: Die Steinwüste soll umgebaut werden. Quelle: Stadtverwaltung Dresden

Hüttenzauber arbeitet an Neuordnung der Hütten

Das Riesenrad für das Stadtfest soll dieses Jahr auf der südlichen Postplatzfläche aufgestellt werden – dort, wo sich ehemals die Panzerkette befand, während rund um das Schauspielhaus der Promenadenring gebaut wird. Auch für das winterliche Ereignis „Hüttenzauber“ wäre es an diesem Standort eng geworden. „Mit dem Betreiber vom Hüttenzauber wird derzeit gemeinsam eine Neuordnung der Hütten auf dem Postplatz erarbeitet“, schreiben die Dezernenten.

Denkmalschutz muss die Lösung noch abnicken

Der Denkmalschutz muss der Lösung noch zustimmen – weil ein Riesenrad das Erscheinungsbild der umliegenden Kulturdenkmale erheblich beeinträchtigt. Wenn es vorübergehend ist, kann es erlaubt werden. Das Verwaltungsgericht Dresden hat im vergangenen Jahr festgestellt: Zweimal im Jahr für maximal drei Wochen in einem Abstand von sechs Monaten sei das möglich. Vielleicht auch fünf bis sechs Wochen in der Spielpause des Staatsschauspiels? So lange müsste das Riesenrad schon stehen, damit sich der Aufwand lohnt.

Am 2. April sollen die Bauarbeiten beginnen

Am 2. April sollen die Bauarbeiten für den Promenadenring auf dem Postplatz beginnen, 625.000 Euro stehen zur Verfügung. Der Ausschuss für Wirtschaftsförderung soll am 26. Februar den Bauauftrag vergeben. Mit dem Kompromiss scheint eine Vergabe mehrheitsfähig zu werden. Ohne Chance, das Riesenrad aufzustellen, hätte sich die Politik schwer getan.

„Debakel“ darf sich nicht wiederholen

Thomas Löser, im Stadtrat Sprecher der Grünen für Stadtentwicklung und Bau, forderte jetzt, dass der Ausschuss der Vergabe zustimmt. „Sonst verfallen Fördermittel, und der Weiterbau des Promenadenrings wird auf die lange Bank geschoben.“ Löser erinnerte an das „Debakel“ vom Januar 2019, als CDU und FDP gegen den Promenadenring am Pirnaischen Platz stimmten, weil bis zu 50 Parkplätze wegfallen sollten. „Das darf sich nicht wiederholen.“

Hochbeete machen nicht mehr lange mit

Die noch unter Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU) aufgestellten Hochbeete auf dem Postplatz seien erkennbar so brüchig, dass sie in diesem Jahr abgebaut werden müssten. „Wenn wir nicht mit dem Bau beginnen, haben wir wieder den steinernen Platz, der noch vor Jahren zurecht kritisiert wurde“, warnte der Grünen-Politiker. Städtebauliche Grundsatzentscheidungen dürften nicht von den wirtschaftlichen Interessen Einzelner ab­hängig gemacht werden, kommentierte er den Kompromiss.

Riesenrad auf dem Neustädter Markt aufstellen

Angesichts der Bedenken des Denkmalschutzes sollte die Verwaltung prüfen, ob das Riesenrad nicht besser am Neustädter Markt aufgestellt werden könne. Für die längerfristige kulturelle Nutzung des Postplatzes sollte die Stadt gemeinsam mit den Nachbarn ein stimmiges Konzept entwickeln, das den Platz und die Innenstadt aufwerte.

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Von Thomas Baumann-Hartwig

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