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Lokales Promenadenring an Marienstraße wird bis Mitte Juni fertig
Dresden Lokales Promenadenring an Marienstraße wird bis Mitte Juni fertig
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17:24 15.05.2019
Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen zeigt es: Auf 430 Metern kommt mit dem Promenadenring West viel Grün in die Innenstadt. Quelle: Fotos (2): Dietrich Flechtner
Dresden

Der Promenadenring um die Dresdner Altstadt nimmt Form an. Seit vergangenem Jahr lässt die Stadt im westlichen Teil entlang der Marienstraße einen Grünzug gestalten. Zwischen Annenstraße und Budapester Straße wird das größte Teilstück im Juni fertig, wie Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen (Grüne) ankündigte. Wie es danach weitergeht, ist offen.

Das ist der Promenadenring

Diese Idee gibt es auch aus anderen Städten: Dort wo im Mittelalter mächtige Wehranlagen die Stadt vor Angreifern schützten, soll der Verkehr rollen oder ein grünes Band von Parks für Naherholung sorgen. In Dresden hat man sich nach langen Diskussionen für ein Mittelding entschieden: Auf dem Promenadenring können Anwohner an einer Baumallee entlang flanieren. Diese schiebt sich wie eine Art schützendes Grünband zwischen die Altstadt und den meist dichten Verkehr, der sie auf St. Petersburger Straße oder Dr.-Külz-Ring umbraust.

Ein Teil der Bepflanzung in den Blumenrabatten ist bereits zu sehen. Der schwarze Asphalt wird nächste Woche noch beige gefärbt Quelle: Dietrich Flechtner

Das passiert im Westteil

An der Marienallee herrscht noch am wenigsten Verkehr. Dort hat man 24 Lindenbäume versetzt und so Platz für eine breite Grünfläche geschaffen. Der Bodenaustausch dort sei fertig, jetzt werde angepflanzt, sagt Bauüberwacher Erik Lorenz. Gepflanzt werde Wiesensamen, die Grünfläche soll aber wie Rasen gepflegt werden, da sie später begehbar sein soll und auch für Veranstaltungen genutzt wird. „Es ist keine Bienenweide“, sagt Umweltbürgermeisterin Jähnigen. „Aber durch den Erhalt der Lindenbäume und das Anpflanzen von Blumenbeeten tun wir auch etwas für Insekten.“ Die künftige Grünfläche durchschneidet in der Nähe zum Postplatz, wo auch die Skulptur Panzerkette einen Standort gefunden hat, ein breites Sandsteinband, das den Standort der früheren Bastion Saturn markiert. Es kann später zum Sitzen benuttz werden. Außerdem wurde ein Asphaltbahn zum Gehen angelegt, die später mit Epoxidharz überzogen und beige gefärbt wird. Das soll zum einen den Eindruck einer sandgeschlemmten Wegedecke erwecken, zum anderen weniger rutschig sein. Radler sollen eigentlich auf der Marienstraße fahren, auf der dann Tempo 30 gilt. Es ist ihnen aber auch nicht verboten, den Weg durch den Grünstreifen zu nehmen. „Wir müssen beobachten, ob das zu Konflikten führt“, sagt Jähnigen.

Auch der karge Postplatz wird mit Blumen und Bäumen attraktiver gestaltet. Das allerdings erst 2021 Quelle: plancontext

Dann ist der Westteil fertig

An den Enden des Westrings wird noch bis Ende 2021 gebaut. zunächst ist 2020 der Dippoldiswalder Platz dran. Dort werden neue Bäume gepflanzt und der Schalenbrunnen von Leoni Wirth aufgebaut, der 2004 von der Prager Straße verschwand. Außerdem entsteht für Radler eine neue Rechtsabbiegerspur zur Budapester Straße. Auf dem Postplatz muss erst das Ende anderer Bauarbeiten abgewartet werden. 2020 werden im Nordteil die Holzbeete durch dauerhafte ersetzt, 2021 im Südteil Bäume gepflanzt und Bänke aufgestellt. Dort wird dann auch die Bastion Saturn nachgezeichnet – durch eine Mauer, die zugleich Wasserspiel ist. Die Gesamtkosten betragen rund 5,2 Millionen Euro, für den Abschnitt entlang der Marienstraße 1,3 Millionen Euro.

So geht es weiter

Pläne für den Ring vor dem Rathaus und am Pirnaischen Platz hatten die Stadträte abgelehnt. Jetzt werden neue Varianten erarbeitet und nach der Wahl präsentiert. „Wir hoffen, dass es möglichst schnell weitergeht“, sagt Jähnigen.

Von Uwe Hofmann

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