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Lokales Promenadenring am Dresdner Postplatz soll kommen - Umsetzung liegt in der Ferne
Dresden Lokales Promenadenring am Dresdner Postplatz soll kommen - Umsetzung liegt in der Ferne
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21:36 09.09.2015
Von Stephan Lohse
Die Stadtplaner schieben den Parkplatz an der Marienstraße in den Fokus. Quelle: Uwe Hofmann

Die ambitionierten Pläne für den Postplatz reichen bis 1991 zurück. Damals entstand der so genannte Schürmannplan, nachdem die aktuellen Parkplatzflächen hinter der Altmarktgalerie bebaut werden sollen, an Stelle der Marienstraße sollte ein Grüngürtel samt Wasser-Band entstehen, in Anlehnung an die einstigen Wallanlagen der Stadt Dresden an dieser Stelle.

Schürmannplan wird vorerst abgespeckt

Von den großen Plänen wurde über die Jahre nichts. Doch jetzt soll die Innenstadtfläche endlich belebt werden. Bis 2015 will die Baywobau das erste Baufeld in Richtung Dippoldiswalder Platz bebauen. Parallel will die Stadt zumindest den geplanten Grüngürtel umsetzen. Dieser soll auf der Grünfläche vor dem Wohnblock "Am See" entstehen. Anja Heckmann, Sachgebietsleiterin im Stadtplanungsamt, hofft, dass durch die neuen Pläne, die jetzt im Stadtrat beschlossen werden sollen, die Wallstraße zumindest im Bereich des Postplatzes den Charakter eines Einkaufsboulevards bekommen könnte.

Kritik am fehlenden Wassergraben

Auf einer Bürgerversammlung am Dienstagabend äußerten jedoch mehrere Anwohner Kritik an den aktuellen Gestaltungsplänen. Vor allem der Wegfall des Wassergrabens sorgte für Stirnrunzeln. Heckmann verteidigte den abgespeckten Entwurf mit Blick auf die Kosten. Schon die Umsetzung des jetzt geplanten Grünstreifens koste rund 3,5 Millionen Euro. Mit Wassergraben seien es bis zu acht Millionen. Das Geld sei momentan einfach nicht da. Die Grünfläche sei aber als erster Schritt zu verstehen. Das Wasserband an der Marienstraße könne später ergänzt werden. Wenn die Pläne irgendwann komplett verwirklicht sind, fallen allerdings zahlreiche Parkplätze weg. Zumindest für Anwohner will die Stadt vorsorgen, und im Bereich der Josephinenstraße und der Annenstraße neue Anwohnerstellplätze schaffen. Shopping-Touristen werden hingegen mit einem knapper werdenden Angebot an Parkplätzen rechnen müssen.

Baywobau verspricht hochwertige Architektur

Die Wohnungen, die auf den drei neuen Baufeldern entstehen sollen, werden nach Angaben von Baywobau-Chef Bernd Dietze, eigene Tiefgaragen bekommen. 2015 soll das erste Gebäude unter dem Namen "Merkur 1" fertig sein, hofft er. Hier sollen vor allem Zweiraumwohnungen entstehen, auch Mietwohnungen sind geplant, ab einem Quadratmeterpreis von etwa neun Euro. Billiger gehe es nicht, betonte Dietze am Dienstag und verwies auf den hohen Kaufpreis für das Grundstück. Er versprach den Anwohnern eine hochwertige Architektur. Mehrere Büros seien bereits mit Entwürfen beauftragt. Erste Ergebnisse sollen bald vorliegen. Wann weitere Gebäude auf den Flächen in Richtung Postplatz entstehen, sei noch unklar. Hier sind die Baywobau und ihr tschechischer Partner noch in den Kaufverhandlungen für die Grundstücke. Fast sicher sei, so Dietze, dass die Post neue Räume bekommen soll. "Da ringen wir sehr darum", sagte er.

Stephan Lohse

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Deutsche Presse-Agentur dpa 09.09.2015