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Lokales „Preisspirale darf sich nicht weiter drehen“
Dresden Lokales „Preisspirale darf sich nicht weiter drehen“
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08:17 10.02.2019
Bezahlbares Wohnen bleibt ein hehres Ziel, wenn es bei unüberwindbaren finanziellen Hürden bleibt, so Frank Müller (Symbolbild). Quelle: dpa
Dresden

Bezahlbares Wohnen bleibt ein hehres Ziel, wenn es bei unüberwindbaren finanziellen Hürden bleibt, erklärte Frank Müller, Vorstandsvorsitzender des BFW Landesverbandes Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen Mitteldeutschland, am Donnerstagabend beim Dresdner Immobiliengespräch. Die Fachtagung wird vom BFW und dem Immobilienmagazin W&R Immocom veranstaltet.

Müller nannte Preistreiber wie ständig steigende Grundstücks- und Bauproduktenpreise, gestiegene Anforderungen an Barrierefreiheit, Brandschutz, Schallschutz, Naturschutz und Arbeitsschutz als Probleme für die Bezahlbarkeit von Wohnraum. So seien seit dem Jahr 2000 die Rohbaukosten um 31 Prozent gestiegen, die Ausbaukosten um 64 Prozent und die technischen Ausbaukosten gar um 132 Prozent.

Im gleichen Zeitraum habe der Nettolohnzuwachs 23 Prozent betragen. „Hier sind dem Bau- und Wohnbegehren der Bürgerinnen und Bürger klare wirtschaftliche Grenzen gesetzt.“ Es bestehe die Gefahr, dass sich die Bevölkerung Neubauten nur noch von außen werde anschauen können.

Die zentrale Frage laute: „Wieviele Standards können wir uns noch leisten?“ So seien in den Niederlanden die Baukosten im gleichen Zeitraum nur um sechs Prozent gestiegen. „Die Preisspirale darf sich nicht weiter drehen“, forderte Müller, „Wohnen muss bezahlbar bleiben.“

Beim Immobiliengespräch diskutierten die Teilnehmer auch die Frage, wie eine zeitgemäße, stadtbildprägende Architektur inmitten von Altbarock aussehen kann. Robert Berger von der architekturkritischen Initiative „StadtbilDDresden“ kritisierte mehrere Gebäude am Postplatz, auf der Prager Straße und anderen Orten. Aus Sicht der Investoren müsse es Grenzen geben, erklärte Thomas Cromm, Vorstand der Revitalis Real Estate AG, die Wohngebäude an der Schweriner Straße, am Postplatz und der Prager Straße errichtet hat. Sonst würden die Nutzer wegen überhöhter Mieten und Kaufpreise am Immobilienmarkt abspringen.

Die Architekten Christian Hellmund, Direktor des Büros gmp Architekten von Gerkan, Marg und Partner sowie Ole Flemming, Partner bei bof architekten bücking, ostrop & flemming, bemängelten, dass es an einem gewissen Bauleitbild innerhalb des 26er Ringes fehle. Gleichwohl sehe sich jeder am Markt tätige Akteur berufen, einen bedeutenden Beitrag zur Verschönerung Dresdens zu leisten.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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