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Lokales Preis für Mobilität: Dresden schrammt am Sieg vorbei
Dresden Lokales Preis für Mobilität: Dresden schrammt am Sieg vorbei
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20:46 25.03.2019
Stadtplaner Frank Fiedler (z.v.l.) und Verkehrsbürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (r.) haben von EU-Verkehrskommissarin Violeta Bulc die Zweitplatzierung überreicht bekommen. Quelle: Stadt Dresden
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Dresden

Laut Verkehrsbürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (Grüne) war es sehr knapp, aber auch bei der zweiten Nominierung für den „Sustainable-Urban-Mobility-Plan-Award“, kurz SUMP, konnte Dresden den Sieg nicht von Brüssel in die Heimat holen. Schmidt-Lamontain war gemeinsam mit Stadtplaner Frank Fiedler vergangene Woche in die belgische Hauptstadt gereist, um an der Verleihung teilnehmen zu können.

Dresden teilt sich zweiten Platz mit Basel

Der Wettbewerb hatte in diesem Jahr das Schwerpunktthema „Multimobile Fortbewegung“, also die Nutzung unterschiedlicher Verkehrsmittel im Alltag. Dresden kann einen beschlossenen und integrierten Verkehrsentwicklungsplan vorweisen, der europäischen Standards genügt und kam damit für den diesjährigen Preis in Frage. Außerdem begründete die Stadt die Bewerbung mit der Kampagne „Multimobil. Für dich. Für Dresden“ aus dem Jahr 2017 sowie mit dem Startschuss zur Einrichtung von Mobi-Punkten im vergangenen Jahr und mit den Plänen, Dresden zur Smart City zu machen. Das soll unter anderem mit einer App geschehen, die multimobile Fortbewegung einfach nutzbar machen soll. Im Oktober letzten Jahres reichte die Stadt die Bewerbung ein und wurde im Januar über die Preisträgerschaft informiert. Von der letztendlichen zweiten Platzierung erfuhr der Verkehrsbürgermeister erst am Abend der Verleihung in Brüssel. Gewonnen hat Manchester und Dresden teilt sich den zweiten Platz mit Basel.

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2019 sollen 16 neue Mobi-Punkte entstehen

Was die multimobile Fortbewegung in Dresden betrifft, kann die Stadt bisher nur auf Zahlen aus dem Jahr 2013 zurückgreifen. Diese besagen, dass 56 Prozent der Dresdner bereits multimodal unterwegs sind: 13 Prozent von ihnen mit Fahrrad, dem öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) und Auto, zehn Prozent mit Fahrrad und ÖPNV, 17 Prozent mit ÖPNV und Auto sowie 16 Prozent mit Fahrrad und Auto. 44 Prozent dagegen, nutzen nur ein Fortbewegungsmittel: 25 Prozent davon sind nur mit dem Auto unterwegs, 14 Prozent mit dem ÖPNV und fünf Prozent mit dem Fahrrad. Aktuelle Zahlen erwarte die Stadtverwaltung in Kürze, sagt Fiedler.

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Um die multimobile Fortbewegung in Dresden weiter zu fördern, sollen noch in diesem Jahr 16 neue Mobilitätspunkte entstehen, unter anderem am Bahnhof Mitte, am Carolaplatz, am Schillerplatz und an den Park+Ride-Plätzen in Prohlis und Reick. An diesen Punkten können Nutzer in den ÖPNV umsteigen, ein Auto oder ein Fahrrad mieten oder auch das Elektroauto aufladen. Insgesamt sollen 76 solcher Punkte im Stadtgebiet entstehen.

Von Lisa-Marie Leuteritz