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Lokales Polnische Autodiebe in Dresden vor Gericht
Dresden Lokales Polnische Autodiebe in Dresden vor Gericht
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09:18 15.05.2019
Für den Prozess sind neun Verhandlungstage vorgesehen. Am Dienstag wurde nur die Anklage verlesen. Quelle: dpa/Peter Steffen
Dresden

Vor dem Dresdner Landgericht hat am Dienstag der Prozess gegen polnische Autodiebe begonnen. Die Staatsanwaltschaft wirft den fünf Männern besonders schweren Bandendiebstahl vor.

Die Angeklagten sollen gemeinsam mit weiteren Tätern zwischen Oktober 2016 und Januar 2018 in Sachsen und Thüringen 31 hoch- und neuwertige PKW für insgesamt rund 1,7 Millionen Euro gestohlen haben. Sie hatten sich vor allem auf die Marken BMW, Mercedes, Audi sowie Ford spezialisiert.

Eine Leipziger erwischte es gleich dreimal

Die Wagen wurden unter anderem in Görlitz, Dresden, Leipzig, Chemnitz und Weimar, aber auch in kleineren Ortschaften geklaut, nach Polen gebracht und komplett verkauft oder in Einzelteile zerlegt veräußert. In fünf Fällen blieb der Diebstahl im Versuch stecken, weil die Ganoven gestört wurden – zum Beispiel, als sie in Dresden einen Porsche für 150.000 Euro stehlen wollten. Zwei Autos konnten durch die Polizei in Polen sichergestellt werden.

Laut Staatsanwaltschaft war die Bande straff organisiert: Chef war ein 35-jähriger Pole, der die Wagen aussuchte, die Diebe mit Werkzeug und Elektronik ausstatte, Garagen und Zerlegerwerkstätten organisierte und die Bandenmitglieder bezahlte. Für einen 40.000 Euro teuren Wagen gab es zum Beispiel pro Dieb 1000 Zloty (232 Euro).

Geklaut wurden Privat- aber auch Firmenwagen. Besonders schlimm traf es laut Anklage eine Leipzigerin, der drei BMW im Wert von insgesamt 244.000 Euro gestohlen wurden. In einem Auto befanden sich zudem Produkte ihrer Firma im Wert von 68.000 Euro.

Am Dienstag wurde nur die Anklage verlesen, da ein Angeklagter einen Befangenheitsantrag gegen die Kammer gestellt hatte. Für den Prozess sind neun Verhandlungstage vorgesehen.

Von Monika Löffler

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