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Lokales Polizeiauto angezündet – Prozess gegen Brandstifter in Dresden
Dresden Lokales Polizeiauto angezündet – Prozess gegen Brandstifter in Dresden
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11:18 09.10.2019
Einen Freispruch, wie von der Verteidigung gefordert, sah das Gericht nicht. Quelle: dpa/Uli Deck
Dresden

Am 25. März 2018 kurz nach 21 Uhr brannte am Schlesischen Platz ein Einsatzfahrzeug der Bundespolizei. Jemand hatte auf dem rechten Hinterreifen Grillanzünder entzündet. Das Feuer konnte relativ zügig gelöscht werden, das Auto wurde dennoch erheblich beschädigt. Sachschaden: 11.695 Euro. Pech für den Zündler: Er war beobachtet worden – von Zeugen und der Videoüberwachung. So stand Steve L. am Dienstag wegen Brandstiftung vor dem Amtsgericht.

Zündler filmt mit

„Wir standen vor dem Bahnhof und sahen, wie ein Mann von der Stelle kam, wo die Polizeiautos stehen. Dann brannte es dort und der Typ stand in unserer Nähe und filmte alles mit dem Handy“, berichtete ein Zeuge. Er und sein Freund informierten die Bundespolizei und machten die auf den Zündler aufmerksam, der sofort flüchtete, als die Beamten anrückten, aber eingefangen wurde.

Steve L. stritt zunächst alles ab, benahm sich dann ziemlich daneben und wurde ausfallend. Er zog sich auf der Wache komplett aus, urinierte in den Trinknapf des Diensthundes. „Er war sehr sprunghaft, auf der einen Seite sehr aggressiv, dann weinte er wieder“, erinnerte sich ein Polizeibeamter.

Diabetes, Drogen, Depression

Der Angeklagte war angetrunken, stand unter Drogen – beides konsumiert er seit Jahren – und war zudem erheblich überzuckert. Der 35-Jährige leidet an einer schweren Diabeteserkrankung und depressiven Schüben. Durch die Kombination stand er neben sich und wurde dann in die Psychiatrie gebracht.

Steve L. räumte den Tatvorwurf zwar ein, kann sich aber an nichts erinnern, auch nicht an das Warum. Eine Gutachterin, die den Angeklagten schon längere Zeit kennt, bescheinigte ihm eine zur Tatzeit erheblich verminderte Steuerungsfähigkeit.

Einen Freispruch, wie von der Verteidigung gefordert, sah das Gericht aber nicht. „Sie hatten Grillanzünder und ein Stabfeuerzeug dabei, das Feuer mussten Sie auch erst einmal legen, Sie haben es gefilmt und rannten weg, als die Polizei kam. Komplett weg war ihre Steuerungsfähigkeit nicht“, so der Vorsitzende Richter. Steve L. wurde zu einem Jahr, ausgesetzt zur Bewährung, verurteilt.

Von Monika Löffler

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